zimmermann, zimmerin, ausbildung, holz,
AMH

Mehr Förderung für Kleinstunternehmen

- Verbesserten Fördersatz nutzen und zum 15. September 2019 Antrag stellen -

„Die ländlichen Räume leisten einen wichtigen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Stabilität Niedersachsens und dürfen keinesfalls nur als Rest- oder Problemräume neben wirtschaftsstarken Metropolen betrachtet werden“, mahnt Dr. Hildegard Sander, Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen.

In diesem Zusammenhang ist die Maßnahme „Kleinstbetriebe der Grundversorgung“ von Bedeutung für den ländlichen Raum. „Wir begrüßen im niedersächsischen Handwerk den Schritt des Landwirtschaftsministeriums, durch eine Erhöhung des Fördersatzes von 35 auf 45 Prozent die Attraktivität des Programms zu steigern“, zeigt sich Sander zufrieden. Eine gezielte Ausrichtung des Instruments kann maßgeblich zur Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum beitragen.

Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse für investive Vorhaben gewährt. Bedingung für die Förderung ist unter anderem, dass der Betrieb der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung dient. „Grundversorgung“ ist laut Definition die Deckung der Bedürfnisse der Bevölkerung mit Gütern oder Dienstleistungen des täglichen bis wöchentlichen sowie des unregelmäßigen, aber unter Umständen dringlich vor Ort zu erbringenden oder lebensnotwendigen Bedarfs. Bisher ist das Interesse an dem Programm seitens der Handwerksbetriebe verhalten. „Nur wenige Betriebe, darunter unter anderem Bäcker, Fleischer und Zimmerer, werden bisher gefördert. Deswegen ist es für uns ein großes Anliegen, dieses Programm noch stärker bekannt zu machen“, betont Sander.

Niedersachsen gehörte zu den ersten Bundesländern, die die Maßnahme “Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ zum 1. Januar 2017 in das Landesprogramm aufgenommen haben. Durch eine sektorübergreifende Zusammenarbeit im ländlichen Raum werden gemeinsame Wertschöpfungsketten entwickelt, Arbeitsangebote geschaffen, die Abwanderung in die Städte verringert und regionale Versorgungsstrukturen stabilisiert. Handwerkliche Betriebe prägen in großer Vielfalt die Wirtschaft der ländlichen Räume und sichern maßgeblich die Versorgungsstrukturen und das gesellschaftliche Leben in Dörfern und Kleinstädten.