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Meister-BAföG erhöht

Berlin/Hannover.- In den kommenden Jahren werden zahlreiche Betriebsinhaber und -inhaberinnen ihr Handwerksunternehmen an einen Nachfolger übergeben müssen. Um überhaupt einen passenden Nachfolger zu finden, sollen ab dem 1. August 2016 angehende Meister, Techniker und Fachwirte mehr staatliche Fortbildungsförderung erhalten. Damit hat das Bundeskabinett die Dritte Novelle des Aufstiegsfortbildungs-förderungsgesetzes beschlossen.

Ziele der Meister-BAföG- Novelle sind die Vereinbarkeit von Fortbildung, Beruf und Familie zu erleichtern und die Finanzierung weiter zu verbessern. So sollen mehr Frauen davon profitieren und sich für eine Aufstiegsfortbildung entscheiden. Bisher sind weniger als ein Drittel der Geförderten Frauen.

Mit der Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) wird die Förderung familienfreundlicher: Die Höchstbeträge für Alleinstehende steigen von 697 Euro auf 768 Euro im Monat, für Verheiratete mit einem Kind von 1.122 Euro auf 1.238 Euro im Monat, für Verheiratete mit zwei Kindern von 1.332 Euro auf 1.473 Euro im Monat sowie für Alleinerziehende von 907 Euro auf 1.003 Euro im Monat. Alleinerziehende erhalten zusätzlich einen einkommensunabhängigen Kinderbetreuungszuschlag. Er steigt von 113 auf 130 Euro im Monat.

Außerdem steigen die Zuschussanteile, die Vermögensfreibeträge, die Beiträge für Lehrgangs- und Prüfungskosten und für das "Meisterstück". Der Erfolgsbonus für das Bestehen der Abschlussprüfung wird erhöht: künftig werden 30 Prozent des Restdarlehens für Lehrgangs- und Prüfungskosten erlassen.

Mit der Novelle öffnet die Bundesregierung das Meister-BAföG ebenfalls für Bachelorabsolventen und –absolventinnen. Auch Studienabbrecher, die in eine betriebliche Ausbildung gewechselt sind, können mit bestimmten Vorqualifikationen künftig Meister-BAföG erhalten.

Beratung zum Meister-BAföG:
Türkan Ilkme