Messer und mehr...

Herbstausstellung in der Handwerksform Hannover vom 16.09.2017 bis 14.10.2017

Hannover, 15. September 2017.- Das Kochen am eigenen Herd liegt im Trend. Kochsendungen und Foodblogs haben Hochkonjunktur. Wer gutes Essen auf den Tisch bringen will, der sollte auch das richtige Werkzeug für die Zubereitung und Präsentation der Speisen nicht aus dem Blick verlieren.

In der Ausstellung „Messer und mehr…“ zeigt die Handwerksform Hannover Unikate und Kleinserien aus dem Bereich der angewandten Kunst, rund um das Thema Kochen und Küche, zum Beispiel scharfe Klingen aus handgeschmiedetem Damast, aber auch gusseiserne Kochtöpfe, hitzebeständige Keramik, Kochlöffel, Gefäße für Öl, Essig und Gewürze und handgewebte Handtücher. Vertreten sind 25 Kunsthandwerker und Desigern aus den Bereichen Gold + Silber, Holz, Keramik, Metall und Textil.

Messer

Handgeschmiedete Damaszenerstahlmesser der besonderen Art zeigt David Kaiser, der die alte Kunst des Damastschmiedens mit moderner Kunststofftechnologie verbindet. Mit dem von ihm entwickelten Herstellungsverfahren ist es gelungen, die Pflege von Damastklingen aus Karbonstählen erheblich zu erleichtern, die Schneideigenschaften zu verbessern und ein völlig neues Feld in der farbigen Gestaltung von Objekten aus Damaszenerstahl zu betreten. Das markante Design überzeugt. Unikatdesign vom Feinsten.

Klar in der Formgebung, edel im Detail. So zeigen sich die Messer, die der Silberschmied Jan Hebach zur Ausstellung beisteuert, darunter ein Santokumesser aus Damaszenerstahl mit einem Griff aus afrikanischem Ebenholz, ein Küchenmesser aus Stahl und einem Griff aus Olivenholz sowie ein Kochmesser aus Stahl mit ostindischem Palisander.

Der Silberschmied Matthias Lehr greift bei seinen Messern einen Werkstoff auf, der uns um Jahrtausende in der Zeit zurückversetzt: Bronze. Ein Material, das heute nur noch selten für Schneidwerkzeuge verwendet wird. Seine Bronzemesserklingen sind nach eigener Legierung im Handabformverfahren in Sand gegossen aus hochreinem Kupfer, Zinn und ein wenig Feinsilber. Dadurch sind die Klingen rostfrei und besitzen antimikrobielle Eigenschaften. Sie enthalten kein Blei, Nickel oder andere bedenkliche Substanzen und geben keinen Geschmack an das Schneidgut ab.

Robust und rustikal zeigen sich die Messer aus der Werkstatt von Steffen Munzert. Die Damaszenerklingen sind fein gemustert, die Griffe aus Holz oder Kunststoff. Handgeschmiedeter rostfreier Werkzeugstahl ist das Material, das Markus Pollinger für seine Messer bevorzugt. Die Griffe sind zum Teil aus Buche oder Ahorn, manchmal auch vergoldet. Die Gestaltung ist klar und puristisch.

Metall

Der Metallgestalter und Silberschmied Berthold Hoffmann geht einen sehr konsequenten Weg bei der Produktion von handwerklich gefertigten Gebrauchsobjekten der Alltagskultur aus Gusseisen und Sterlingsilber. Er wird in der Ausstellung neben gusseisernen Pfannen mit Deckel auch sein Fondueset „KONUS“ zeigen, das vom Rat für Formgebung 2016 mit dem German Design Award ausgezeichnet wurde.

Holz

In der Werkstatt von Hergen Garrelts entstehen wunderbare Einzelstücke und Kleinserien aus Holz. Produkte „made in Germany“, die einfach wunderschön aussehen und bestens zu gebrauchen sind. Der Messerblock für 5 Messer etwa sowie die Schneidebretter aus unterschiedlichen Holzsorten, aus Nussbaum, Esche oder Kirschbaum.

Monique Hansch fertigt Holzobjekte mit einer klaren, funktionalen Form: Tisch- und Kochgeräte wie Salatbestecke, Rührlöffel und Kochbestecke. Alltagstauglich, zeitlos und unaufdringlich. Die haptische Oberflächengestaltung überzeugt ebenso wie die Verwendung historischer Holzverbindungen, durch die das natürlich Holzbild voll zur Geltung kommen kann.

Von Hendrik Hinrichs werden zur Ausstellung Pfeffermühlen beigesteuert. Nicht einfach rund gedreht, wie die meisten Gewürzmühlen, sondern in verschiedenen Formen. Denn Hinrichs nutzt zur Formgebung nicht nur die Drehbank, sondern sägt, fräst und schleift. Auf diese Weise entstehen Pfeffermühlen, die sich besser greifen lassen als rotationssymmetrische Formen. Ein übrigens tun die unterschiedlichen Hölzer, die er nutzt wie Ahorn, Rüster, Nussbaum,

Keramik

Schön designtes Porzellan für die Küche: das ist die Domäne von Christina Salzwedel. Ihre handgemachten Produkte bringen Freude in den Alltag und verhelfen dem Nutzer zu einem intensiven Erlebnis alltäglicher Rituale, beim Zubereiten und dem Genuss von Tee oder einem Butterbrot. Ihre Produktpalette umfasst unter anderem eine Reihe von praktischen, weißen oder farbigen Küchenhelfer wie Muskatreiben, Mörsern, Senfdosen oder Schüsseln.

Textil

Anne Andersson und ihr Label „Elblinnen“ stehen für die Entwicklung und die Herstellung gebrauchstüchtiger Alltagsgewebe und Wohnaccessoires aus Leinen und Leinenmischungen. Klare, aber reduzierte Farbigkeit, natürliche Materialien, griffige Strukturen und grafische Muster zeichnen die Gewebe aus, die gleichzeitig zeitgemäß und klassisch wirken und die ihre Besitzer ein Leben lang begleiten können. So wird ein hohes Maß an Nachhaltigkeit bei der Produktion der Kleinserien erreicht.

Auch Dagmar Rehse aus Berlin fertigt Handgewebtes für die Küche. In ihrer Werkstatt entstehen Stoffe aus Leinen, Halbleinen, Baumwolle und Wolle, die sie zu Handtüchern, Geschirrtüchern, Tischläufern oder Brotbeuteln weiter verarbeitet.

Silbergerät

Handgeschmiedetes Silber für jeden Tag. Das steuert Maike Dahl zur Ausstellung bei: Kuchen- und Brotzeit-Gabeln, silberne Piekser, Buttermesser und Gewürzlöffel. Nicht hochglänzend poliert, sondern matt und gebürstet, passt ihr Silbergerät hervorragend in jeden modernen Haushalt. Eigenständig in der Form, praktisch in der Handhabung, gut geeignet für jeden schön gedeckten Tisch und für den alltäglichen Gebrauch.

Wer sagt denn, dass Pommesgabeln immer aus Kunststoff sein müssen. Bei Martin Hardt dürfen sie auch aus 925er Sterlingsilber sein. Silber ist auch sein bevorzugtes Material für seine Espressolöffel und seine Zuckerdose. Dafür sind seine Messer aus Baustahl geschmiedet. Ein schöner Kontrast zwischen fein und grob.

Mit edlem Küchengerät beteiligt sich Caroline Krose. Sie stellt Butterpfännchen und Stövchen aus geschmiedetem und montiertem Silber mit Palisandergriff, zylindrische silberne Gewürzdosen, Kellen und Messlöffel aus Silber, Bambus und Edelhölzer vor. Ihre Arbeiten bestechen durch formale Klarheit, ausgewogene Proportionen und eine haptisch-sinnliche, lebendige Qualität.

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Anne Andersson, Jutta Arndt, Maike Dahl, Björn Fischer, Hergen Garrelts, Monique Hansch, Martin Hardt, Jan Hebach, Petra Hilpert, Hendrik Hinrichs, Berthold Hoffmann, David Kaiser, Caroline Krose, Matthias Lehr, Steffen Munzert, Sham Patwardhan-Joshi, Markus Pollinger, Katja Querfeld, Dagmar Rehse, Christina Salzwedel, Susanne Stauch, Elina Sternefeld, Torsten Trautvetter, Frauke Weißflog, Sanja Zivo

 

Ausstellungsdauer:
16. September 2017 bis 14. Oktober 2017

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 15. September 2017, 20 – 22 Uhr

Ausstellungsführungen:
Donnerstag, 21. September 2017, 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Donnerstag, 05. Oktober 2017, 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 11–18 Uhr, Samstag 11–14 Uhr
Sonntag, Montag und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen

 

Ansprechpartnerin für die Medien:

Dr. Sabine Wilp
Abteilungsleiterin Kommunikation + Veranstaltungsorganisation

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