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Noch läuft es im Handwerk rund!

Die Handwerkskonjunktur im Bezirk der Handwerkskammer Hannover verläuft nach wie vor in positiven Bahnen.

Hannover, 03. April 2017.- „Die Stimmung in den größten Branchen, dem Bau- und Ausbauhandwerk, ist trotz der Wintermonate gut“, erklärte Ernsting. Der Geschäftsklimaindex im Ausbauhandwerk liegt mit 72,5 Punkten wiederum deutlich oberhalb des Durchschnittes. Die Investitionsbereitschaft der Haus- und Wohnungseigentümer in die eigenen vier Wände ist nach wie vor hoch. Auch das Dienstleistungshandwerk hat sich positiv entwickelt und hat jetzt im Vergleich zu den beiden letzten Frühjahrsumfragen den Sprung über die Marke von 60 Indexpunkten geschafft. Das  Nahrungsmittelhandwerk, das Gesundheitshandwerk und das Kraftfahrzeughandwerk dagegen konnten die hohen Werte des Vorjahres nicht ganz halten. Sie beurteilen die Geschäftslage zwar leicht unterdurchschnittlich, bewegen sich mit über 50 Punkten aber noch immer auf akzeptablem Niveau.

Die Auftragseingänge im Gesamthandwerk entwickelten sich leicht negativ, so Ernsting. Das gelte auch für die Entwicklung der Umsätze. Es gilt abzuwarten, ob sich diese Tendenzen fortsetzen.  

Der Preisüberwälzungsgrad habe sich für die Betriebe – verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres – verschlechtert. Meldeten im Vorjahreszeitraum per saldo 31 Prozent der befragten Betriebe Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten, stieg dieser Anteil im Berichtszeitraum auf 43 Prozent.

Der Anteil der Betriebe, der höhere Verkaufspreise durchsetzen konnte, stieg von 10 auf 17 Prozent. Die Investitionstätigkeit verlief negativ. Bei der Zahl der Beschäftigten konnte das Handwerk im Kammerbezirk Hannover zulegen. Das Kraftfahrzeughandwerk stellte überproportional Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein.

Eine der Witterung entsprechende Stimmung herrscht im Bauhandwerk. 29 Prozent der Betriebe gaben eine gute Geschäftslagebeurteilung ab. Im Ausbauhandwerk lag dieser Betriebsanteil bei 54 Prozent.

Die Auftragseingänge im Handwerk für den gewerblichen Bedarf blieben unverändert, die Umsätze gingen aber gleichzeitig etwas zurück. Die Werkstattkapazitäten im Kraftfahrzeughandwerk waren aufgrund negativer Auftragseingänge nicht voll ausgelastet. Die Konjunktur in den verbrauchernahen Handwerken entspricht nicht dem hohen Konsumklimaindex.

Die Aussichten in den weiteren Geschäftsverlauf sind vielversprechend. Die Beschäftigtenzahl im Gesamthandwerk wird nach Angaben der befragten Betriebe angesichts des erwarteten Auftragsplus deutlich nach oben korrigiert. Immerhin jeder vierte Betrieb plant, seinen Personalbestand aufzustocken, nur drei Prozent werden nach eigenen Angaben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen freisetzen.

Auch bei den Umsätzen wird von einer positiven Entwicklung ausgegangen.  Per saldo erwartet ein Drittel der Betriebe ein Umsatzplus. Die Investitionsneigung ist gering ausgeprägt. 27 Prozent werden ihr Investitionsbudgets zusammenstreichen, nur 15 Prozent werden vermehrt investieren. Die Preisentwicklung bleibt nach Ansicht der Betriebe unverändert. Ein- und Verkaufspreise werden im gleichen Ausmaß wie im Berichtsquartal steigen. 

Die aktuelle Regionalanalyse zeigt einen konjunkturellen Aufschwung in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Nienburg und Schaumburg. In der Region Hannover und insbesondere im Landkreis Diepholz zogen konjunkturelle Wolken auf.

Seit langem steht der Landkreis Schaumburg mit einem Geschäftsklimaindex von 67,5 Punkten mal wieder an erster Stelle der Regionalkonjunkturen, gefolgt von der Region Hannover mit 65 Indexpunkten. Aber auch der Landkreis Hameln-Pyrmont entwickelte sich im Berichtszeitraum positiv. Der Geschäftsklimaindex legte um 1,5 Punkte zu und erreicht einen Wert von 63,5 Punkten. Auch der Landkreis Nienburg legte einen Punkt zu und erzielte einen Indexwert von 63 Punkten.

Deutlich schlechter verlief die Regionalkonjunktur im Landkreis Diepholz. Gemessen am Gesamthandwerk wurde hier ein unterdurchschnittlicher Geschäftsklimaindex von lediglich 59,5 Punkten erreicht. Die Beurteilung der Konjunktur hängt abermals eng mit der regionalen Auftrags- und Umsatzentwicklung zusammen. So meldete per saldo jeder zweite Betrieb aus dem Landkreis Diepholz ein Umsatzminus, aber nur jeder fünfte Betrieb im Kammerbezirk.

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