Christine Seeger

Ökologisch Wirtschaften mit dem Handwerk

Hannover/Berlin, 29. Mai 2012 – Umweltschutz und erfolgreiches Wirtschaften gehen im Handwerk Hand in Hand. Denn zahlreiche Betriebe tragen dort mit ihrer täglichen Arbeit dazu bei, dass Ressourcenschonung und sinkende CO2-Belastungen keine Absicht bleiben, sondern Wirklichkeit werden. Dabei sind die Handwerksbetriebe nicht auf sich allein gestellt, sondern erhalten fachliche Unterstützung durch über 20 Kompetenz- und Umweltzentren in Deutschland. „Wir informieren, beraten und qualifizieren die Handwerker rund um das Thema Umweltschutz“, sagt Dietmar Rokahr, Leiter des Zentrums für Umweltschutz der Handwerkskammer Hannover. „Wir bieten zum Beispiel die Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater an oder unterstützen Betriebe, die ihre CO2-Bilanz verbessern wollen“, so Rokahr weiter. Auch sonst ist das deutsche Handwerk in Sachen Umweltschutz bestens aufgestellt. „Die viel zitierte Energiewende wäre ohne das Handwerk nicht umzusetzen. Energetische Haussanierung, klimafreundliche Heizungsanlagen oder emissionsarme Mobilität – alles Bereiche, in denen Handwerksunternehmer auf dem neuesten Stand sind, um Kunden beraten sowie Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können“, erklärt Rokahr.

Konsequent ökologische Sanierung

Unternehmer Christoph Häusgen hat sich 2003 in der Nähe von Wunstorf selbständig gemacht. Sein Schwerpunkt ist das ökologische Bauen – bei der Sanierung historischer Bausubstanz über die Restaurierung von Fachwerkbauten bis hin zu modernen Wärmeverbundsystemen mit Roggen, Hanf, Holzwolle oder Jute. „Die Zukunft gehört dem nachhaltigen und gesunden Bauen, das bezahlbar ist“, ist der zweifache Meister im Zimmerer- und Dachdeckerhandwerk überzeugt.

Als Unternehmer achtet er darauf, dass die eingesetzten Materialien umweltverträglich sind und vermeidet chemischen Holzschutz. „Wir gehen mit den vorhandenen Ressourcen sorgsam um, vermeiden unnötige Transportwege, reduzieren Schadstoffe wie Staub, Lärm und verwenden erneuerbare Energien“, zählt Häusgen sein Engagement für den Umweltschutz auf. „Die Art und Weise des heutigen Bauens und Sanierens darf keine Altlast für unsere Kinder werden“, so Häusgen.

Auf alternative Energiequellen spezialisiert

Lutz Kordes hat sich bereits vor Jahren auf Solaranlagen, Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen spezialisiert und setzt seitdem als Heizungsbaubetrieb mit zehn Mitarbeitern auf alternative Energiesysteme, die die Umwelt und das Klima schonen und den Geldbeutel seiner Kunden entlasten.

Außerdem hat der Zentralheizungs- und Lüftungsbauer das EnergieEinsparZentrum Sulingen ins Leben gerufen, in dem er und sechs weitere Handwerksbetriebe aus der Region auf 400 Quadratmetern ihre Produkte und Dienstleistungen rund um das energetisch perfekte Sanieren und Bauen vorstellen. Wenn ein Kunde nicht nur eine neue Heizung, sondern dazu auch eine Fassadendämmung, neue Fenster oder außergewöhnliche Gebäudetechnik haben will, dann kann er hier alles aus einer Hand bekommen. „Wenn der Kunde es wünscht, bekommt er bei uns ein Komplettangebot und eine umfassende Beratung, auch zu Fragen der Finanzierung energetischer Baumaßnahmen“, erläutert Kordes.

Kontakt:
Dr. Frank-Peter Ahlers