Projekt ProMI geht erfolgreich zu Ende

12 Teilnehmer erhalten ihre Gesellenbriefe

Hannover, 27. September 2013.- Über zwei Jahre lang haben Sie die „Schulbank“ gedrückt, an der Werkbank im Förderungs- und Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover ihr praktisches Wissen vervollkommnet, ihre Sprachkenntnisse aufpoliert und in ausgewählten Metallbauer- und Feinwerkmechanikerbetrieben der Region Hannover Berufserfahrungen gesammelt. Jetzt ist es soweit. Für die 12 Teilnehmer des Projekts ProMI (Pro Migranten und Integration) geht mit der Überreichung der Abschlusszeugnisse und Gesellenbriefe eine arbeitsreiche und intensive Zeit zu Ende.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Projektes,“ erklärt Walter Heitmüller, Präsident der Handwerkskammer Hannover bei der Zeugnisübergabe. „ Das Handwerk ist ein personalintensiver Wirtschaftsbereich. Ohne Fachkräfte können unsere Betriebe nicht im Wettbewerb bestehen. Allerdings wird die Rekrutierung von qualifiziertem Personal zunehmend schwieriger. Daher versuchen wir über Projekte wie ProMI Zielgruppen für uns zu erschließen, die wir bislang noch nicht im Fokus hatten.“

Im Juli 2011 wurde das Projekt ProMI – Pro Migranten und Integration – in der Region Hannover gestartet, bei dem die HWK Hannover Projekt- und Servicegesellschaft mbH mit der Landeshauptstadt Hannover und dem Jobcenter Region Hannover zusammengearbeitet hat.

Das Projekt richtete sich in erster Linie an Migrantinnen und Migranten, deren im Heimatland erworbene Abschlüsse bei uns nicht anerkannt werden und die Erfahrungen im Metallbereich vorweisen konnten. Sie sollten in 24 Monaten auf eine externe Gesellenprüfung im Metallbauer- oder Feinwerkmechanikerhandwerk vorbereitet werden. Denn Erfahrungen zeigen, dass eine in Deutschland abgeschlossene Berufsausbildung die Chancen auf eine erfolgreiche Integration in den ersten Arbeitsmarkt signifikant erhöht.

Gestartet ist das Projekt, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wurde, mit 22 Personen, die zwischen 25 und 50 Jahre alt waren und aus Russland, der Ukraine, Kasachstan, Aserbaidschan, der Türkei, Polen, Italien, dem Irak, Pakistan und Deutschland stammten. Nicht alle Teilnehmer haben die intensive Lernphase durchgehalten. Am Ende haben sich 12 Teilnehmer der Abschlussprüfung gestellt.

„Wir gehen davon aus, dass die Teilnehmer, die ein Abschlusszeugnis oder sogar den Gesellenbrief erhalten, damit gute Chancen haben, in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis übernommen zu werden,“ meint Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover.

Auch die Projektpartner sind zufrieden. Für die Landeshauptstadt Hannover stellt Bürgermeisterin Regine Kramarek fest: „Das Projekt ProMI ist ein Handlungsansatz des 2007 vorgestellten Lokalen Integrationsplans der Stadt, um Menschen mit Migrationshintergrund in diesem Fall durch Qualifizierung besser in die Gesellschaft zu integrieren - ein kleiner Baustein mit großer Bedeutung. Die Stadt hat dieses Modellvorhaben nicht nur finanziell, sondern vor allem auch inhaltlich unterstützt. Wir danken der Handwerkskammer Hannover für die erfolgreiche Durchführung.“

Eine positive Bilanz zieht auch das Jobcenter Region Hannover. „Die Teilnehmer können stolz auf sich sein,“ findet Michael Stier, Geschäftsführer des Jobcenters Region Hannover. „Für Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, bedeutet die ohnehin anspruchsvolle Ausbildung eine ganz besondere Herausforderung. Solche Einsatzbereitschaft sollte sich kein Arbeitgeber entgehen lassen.“

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Sabine Wilp, Handwerkskammer Hannover, Tel. 0511 3 48 59 – 15,
E-Mail: wilp@hwk-hannover.de

Dennis Dix, Landeshauptstadt Hannover, Tel. 0511 16846050,
E-Mail: dennis.disx@hannover-stadt.de

Ulf-Lasko Werner, JobCenter Region Hannover, Tel. 0511 65592004,
E-Mail: ulf-lasko.werner@jobscenter-ge.de