Schaufenster E-Mobilität: Handwerk mit von der Partie

Hannover, 16. Januar 2012.- Vor wenigen Tagen hat der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode ein ambitioniertes Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg bewirbt sich bei der Bundesregierung als "Schaufenster Elektromobilität". Rund 200 Partner und 35 Einzelprojekte sind in der Initiative zusammengeschlossen. Das Projektvolumen beträgt 120 Millionen Euro.

Die drei Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Hannover und Hildesheim-Südniedersachsen sind Partner des "Schaufenster-Antrages". Sie vertreten das Teilprojekt "Qualifizierung Elektromobilität - Handwerk, Service und Vertrieb". Im Rahmen dieses Teilprojektes sollen in den drei Bildungseinrichtungen der Handwerkskammern Schulungswerkstätten für Elektrofahrzeuge aufgebaut und jeweils ein Elektrofahrzeug als Schulungsträger und ein Fahrzeug mit Straßenzulassung angeschafft werden.

Zudem sollen an den Standorten der Kammern und ihrer Partner 24 Ladepunkte im halböffentlichen Raum geschaffen werden. Außerdem ist vorgesehen, Informationsveranstaltungen, Seminare und Lehrgänge für Entscheider, Mitarbeiter und Auszubildende von Handwerksbetrieben abzuhalten. Diesen Fachleuten wird im Rahmen des Qualifizierungsprojekts das Know-how vermittelt, um Elektrofahrzeuge, die erforderliche Ladeinfraktstruktur und ergänzende Mobilitäts-Dienstleistungen zielgerichtet verkaufen und die erforderlichen Service-, Wartungs- und Reparaturen sicher und effizient durchführen zu können.

Im Verlauf des Projekts soll bei den Handwerksbetrieben in der Metropolregion ein  Pool von mehr als 1.000 Fachleuten aufgebaut werden, die in einem so hohen Umfang über eigene Erfahrungen im Bereich der Elektromobilität verfügen, dass sie die Investitionsentscheidungen von Endkunden positiv beeifnlussen können. Diese Fachleute bilden das Grundgerüst für eine belastbare Vertriebs-, Service- und Dienstleistungsstruktur für die Nutzer von Elektromobilität in der Metropolregion.

Walter Heitmüller, Präsident der Handwerkskammer Hannover, hofft, dass das Projekt bei der Bundesregierung auf Zustimmung stößt: "Es ist im Interesse aller Verbraucher, dass sich die Mitarbeiter in den Kfz-Betrieben der Metropolregion schnell mit der neuen Technologie vertraut machen. Dafür sind nicht unerhebliche Investitionen in unseren Bildungseinrichtungen nötig. Daher hoffe ich natürlich, dass die Bundesregierung den Schaufenster-Antrag positiv bewerten wird."

Ansprechpartnerin für die Medien:
Dr. Sabine Wilp