Schwarzer Tag für die Energiewende

Hannover, 13. Dezember 2012.- Gestern ist im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat das „Gesetz zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung“ gescheitert. "Ein schwarzer Tag für die Energiewende,“ erklärte dazu Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover.

Das Scheitern des von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzes zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung sei eine herbe Enttäuschung, so Ernsting. Bürger und Betriebe hätten schon viel zu lange auf wirksame Anreize für Investitionen in die energetische Gebäudesanierung warten müssen. „Bund und Länder sind ihrer gemeinsamen Verantwortung für den Klimaschutz und die Energiewende nicht gerecht worden,“ meinte der Kammerhauptgeschäftsführer.

"Wir bedauern sehr, dass es den Vertretern des Landes Niedersachsen offenbar nicht gelungen ist, ihre Kollegen in den anderen Bundesländern zu einer Aufgabe ihrer Blockadehaltung zu bewegen.“

Nach Ernstings Meinung kann ein jetzt alternativ diskutiertes KfW-Programm des Bundes den notwendigen Instrumentenmix aus direkter und steuerlicher Förderung nicht ersetzen. "Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass steuerliche Anreize ein zentraler Anreiz für mehr Effizienz im Gebäudebestand und damit für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar sind,“ so Ernsting und er kündigte an, dass spätestens nach der Bundestagswahl ein neuer Anlauf genommen werden müsste.

 

Ansprechpartnerin für die Medien:
Dr. Sabine Wilp