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www.argum.com, Falk Heller

Unterstützung der Ausbildung tritt in Kraft

Die von den Handwerkskammern geforderte Entlastung der Ausbildungsbetriebe findet Berücksichtigung.

Hannover.- „Das Niedersächsische Kultusministerium hat mit dem Aktionsplan „Duale Ausbildung“ vier Förderrichtlinien auf den Weg gebracht!“, lobt Karl-Wilhelm Steinmann, Präsident der Handwerkskammer Hannover und Vorsitzender der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN), den niedersächsischen Kultusminister, Grant Hendrik Tonne. Der Minister hat den Wunsch der Handwerkskammern aufgegriffen und die Entlastung der Ausbildungsbetriebe als einen zentralen Baustein seines Aktionsplans aufgenommen. So verdoppelt das Land Niedersachsen seinen Finanzierungsanteil an der überbetrieblichen Unterweisung der Auszubildenden im Handwerk (kurz auch ÜLU genannt). Die ÜLU gewährleistet, dass die jungen Menschen, unabhängig von der Größe oder der Spezialisierung des Ausbildungsbetriebes, in der gesamten Bandbreite eines handwerklichen Ausbildungsberufes ausgebildet werden. „Die ÜLU ist ein echter Erfolgsbaustein der dualen Ausbildung im Handwerk!“, betont Steinmann. Die ÜLU wird finanziert durch den Bund, durch die Bundesländer und durch die Betriebe. Allein 7 Millionen der insgesamt für den Aktionsplan vorgesehenen 17 Millionen Euro sind für die Entlastung der niedersächsischen Ausbildungsbetriebe vorgesehen.

Daneben sind 500 € bei einer pandemiebedingten Verlängerung der Ausbildung und 1.000 € bei einer Steigerung des Ausbildungsengagements der Betriebe, d.h. bei einer Ausweitung der Zahl der Ausbildungsplätze über dem Durchschnitt der letzten drei Jahre, eingeplant. Neben der Entlastung der Ausbildungsbetriebe wird die Mobilität von Auszubildenden mit einer Bonuszahlung von 500 € gefördert. Die Bonuszahlung sollen Auszubildende erhalten, die mehr als 45 km von ihrem Heimatort eine Ausbildung beginnen bzw. eine Stunde Fahrtweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln hierfür zurücklegen und damit einen besonderen Einsatz an den Tag legen.

„Die Duale Ausbildung im Handwerk ist eine Chance für junge Menschen – auch in Corona-Zeiten. Das hat sich seit Beginn der Pandemie in vielen Lebensbereichen eindrucksvoll gezeigt. Das Handwerk ist systemrelevant und systemtragend. Die Betriebe konnten in vielen Bereichen auch während des Lock-Downs weiterarbeiten“, betont Karl-Wilhelm Steinmann.

Steinmann zeigt sich als Spitzenvertreter der niedersächsischen Handwerkskammern zufrieden und sieht in dem Aktionsplan einen guten Schritt in die richtige Richtung. Laut Kultusministerium werden die Richtlinien heute im niedersächsischen Amtsblatt veröffentlicht. Anträge können ab November bei der NBank gestellt werden.