Prüfungen, Prüfungswesen
Handwerkskammer Hannover/Seeger
Lena Guder ist zuständig für das Prüfungswesen.

Wissen an die nächste Generation weitergeben

Ohne Prüferinnen und Prüfer gibt es keinen qualifizierten Nachwuchs. Lena Guder freut sich über jeden, der sich für dieses wichtige Ehrenamt interessiert.

Lena Guder, Koordinatorin Prüfungswesen bei der Handwerkskammer Hannover, im Gespräch.

Wie viele Prüfer*innen arbeiten in den Prüfungsausschüssen der Kammer mit?

Guder: Die Prüfungsabteilung der Handwerkskammer Hannover betreut Meisterprüfungsausschüsse, Fortbildungsprüfungsausschüsse sowie einige Gesellen- und Abschlussprüfungsausschüsse. Die meisten Gesellenprüfungen werden allerdings von den Innungen organisiert und durchgeführt.
Die Handwerkskammer Hannover hat derzeit 24 Meisterprüfungsausschüsse und vier Fortbildungsprüfungsausschüsse berufen. Ein Meisterprüfungsausschuss besteht aus fünf Mitgliedern und mindestens fünf stellvertretenden Mitgliedern. In den meisten Ausschüssen sind aber rund 15 Mitglieder berufen, damit die Prüfungen gut organisiert und durchgeführt werden können. Insgesamt betreuen wir also derzeit 650 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer.

Wer kann Prüferin werden? Was muss ein Prüfer mitbringen?

Meisterinnen und Meister, die in ihrem Gewerk tätig sind, können in einem Meisterprüfungsausschuss mitwirken. Außerdem müssen sie das vierundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben. Zusätzlich sollten sie Fachwissen und persönliche Erfahrungen als Ausbilder*in oder als Vermittler*in im Betrieb mitbringen. Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit gehören ebenso zu den grundlegenden Fähigkeiten eines Prüfenden. Das Wichtigste ist aber, dass sie Spaß an ihrer Arbeit haben und ihr Wissen gerne an die nächsten Generationen weitergeben möchten.

Gibt es überhaupt Bedarf an Prüfer-Nachwuchs?

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Prüfungsausschussmitgliedern und ehrenamtlich Tätigkeiten. Wir freuen uns über jede oder jeden, der ehrenamtlich mitwirken möchte und sich bei uns meldet. Das bringt immer frischen Wind und neue Impulse.

Was genau kommt als Arbeit auf die Prüfenden zu?

Als Prüfende organisiert und betreut man in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Hannover den gesamten Prüfungsablauf. Dazu gehört es die Prüfungsaufgaben und Bewertungsbögen zu erstellen, schriftliche und praktische Prüfungen zu beaufsichtigen, Arbeitsgänge zu bewerten und Prüfungsgespräche zu führen.

Welche Vorteile hat es, wenn man sich als Prüfender engagiert?

Als Prüfungsausschussmitglied bildet man sich regelmäßig (über)fachlich und persönlich weiter, das heißt, dass die Prüfenden ihr Fachwissen ständig auf dem neuesten Stand halten und auch ihre sozialen Kompetenzen ausbauen. Beides können die Meisterinnen und Meister auch in ihrem Betrieb vorteilhaft einsetzen, und damit ein Vorbild für ihre Kolleginnen und Kollegen sein. Darüber hinaus ist der Austausch mit anderen Prüfenden äußerst wertvoll. Daher laden wir unsere Prüferinnen und Prüfer auch dazu ein unserem MeisterMeisterinnenClub beizutreten. Dieses Netzwerk ist ein gutes Forum, um über den Tellerrand zu schauen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. (22.03.2021)

Sie interessieren sich für das Ehrenamt des Prüfers? Dann wenden Sie sich an:

Lena Guder
Koordinatorin Kompetenzfeststellung / Prüfungswesen

Tel. (05 11) 3 48 59 - 73
Fax (05 11) 3 48 59 - 32
guder--at--hwk-hannover.de