Ralf Dolgner hat die Auszeichnung "primAQ" 2014 bekommen

Ralf Dolgner hat die Auszeichnung "primAQ" 2014 bekommen

Zukunft sichern durch gute Ausbildung

Hannover.- (see) „Die Ausbildungsqualität ist ein entscheidendes Kriterium dafür, ob ein Betrieb auch zukünftig Bewerber für seine Lehrstellen bekommt und ob die Azubis nach der Gesellenprüfung im Betrieb bleiben“, erläutert Bettina Wolf-Moritz von der Handwerkskammer Hannover. Da es immer schwieriger wird, Nachwuchs und Fachkräfte für das Handwerk zu gewinnen, führt die Handwerkskammer Hannover ihr 2013 begonnenes Projekt „Qualität in der Ausbildung“ fort und übernimmt es in das Beratungsportfolio ihrer Ausbildungsberater.

„Das Thema Qualität beschäftigt uns aber schon viel länger, denn Ausbildung darf kein Zufallsprodukt sein. So haben wir bereits vor 2013 umfangreiche Materialien und Workshops für Ausbilder und Azubis entwickelt, die Betriebe nutzen können, um ihre Prozesse strukturiert zu planen“, betont Carl-Michael Vogt, Geschäftsführer Bildung und Recht der Handwerkskammer Hannover. Die Fragen, die sich ein Ausbildungsbetrieb stellen sollte, sind u.a.: Machen wir genügend aus den Schülerpraktika, um die interessierten jungen Menschen für uns einzunehmen? Nutzen wir die Probezeit, um Missverständnissen vorzubeugen und Ausbildungsabbrüche zu verhindern? Bleiben wir auch danach mit unserem Lehrling im Gespräch und arbeiten mit ihm zusammen den Ausbildungsplan systematisch und transparent ab?

Die ersten 15 Betriebe, die diese Fragen positiv beantworten konnten, haben im November 2014 nach einem umfassenden Audit die Auszeichnung „primAQ“ erhalten, jetzt sind weitere 20 Betriebe daran interessiert, ihre Ausbildung auf den Prüfstand zu stellen und zu optimieren. „Wenn Betriebe ihr Interesse an der Auszeichnung „primAQ“ bekunden, dann kommt im ersten Schritt ihr zuständiger Ausbildungsberater zu einem zweistündigen Entwicklungsgespräch in den Betrieb“, erklärt Wolf-Moritz. Hier werden ihre Ausbildungsprozesse schon einmal grob unter die Lupe genommen. Danach gibt es von den Fachleuten eine schriftliche Auswertung, und die Betriebe können entscheiden, ob sie ihre Ausbildung zunächst noch verbessern möchten oder ob sie sich gleich zu dem kostenpflichtigen Verfahren „primAQ“ anmelden. Für das Audit kommen dann Dreier-Expertenteams in den Betrieb und interviewen anhand eines ausführlichen Fragenkatalogs den Chef, den Ausbilder sowie die Azubis. Wer 75 Prozent der zu vergebenden Punkte erreicht, kann sich für drei Jahren mit dem Titel „primAQ“ schmücken und damit auch nach außen sein Engagement auf diesem Gebiet deutlich machen.

Kontakt:
Bettina Wolf-Moritz