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Privat
Trotz vieler Herausforderungen hat Christoph Sander den Schritt in die Selbständigkeit nicht bereut.

Betriebsübernahme erfolgreich gemeistert

Hannover.- (ve) Langeweile kennt Christoph Sander nicht. Sein Arbeitsalltag ist vollgepackt mit Terminen und Dingen, die organisiert und koordiniert werden müssen. „Aber das ist eben so, wenn man sein eigener Chef ist“, sagt Sander, das hat auch viele Vorteile“. Zum Beispiel, dass man seinen eigenen Betrieb so aufbauen und Betriebsabläufe so gestalten kann, wie man es für richtig hält.

2019 fing alles an. Da fasste Christoph Sander den Entschluss sein eigener Chef zu werden und den Betrieb eines Bekannten in Springe – seiner Heimat - zu übernehmen.  „Ich habe mir daraufhin die Anzeige in der Betriebsbörse der Handwerkskammer Hannover angeschaut und einen Beratungstermin vereinbart“, erzählt Sander. Ein Jahr hat sich der 37-Jährige Zeit genommen, um Zahlen, Bilanzen und Schwachstellen zu ermitteln und so ein modernes Konzept für seinen zukünftigen Betrieb - der „AB Autoteile & Werkstatt GmbH“ zu erarbeiten. „Es war ein Jahr voller Planung, vielen Gesprächen mit Banken und auch einer großen Portion Ungewissheit – so viel Geld nimmt man ja nicht täglich in die Hand“, scherzt Sander. „Doch durch die Hilfestellung und das Beratungsangebot der Kammer, hatte man zumindest einen Ansprechpartner, der einem helfen konnte, wenn man nicht weiterwusste.“

Im Herbst letzten Jahres hat der Kfz-Meister und staatlich geprüfte Techniker mit der Fachrichtung Kfz-Technik den Betrieb offiziell übernommen. Auch alle bisherigen Mitarbeiter hat der Handwerksmeister halten können. „Das war für mich selbstverständlich. Es ist schwierig ein so gut eingespieltes Team, das schon so viele Jahre zusammenarbeitet, zu finden. Zu Beginn der Übernahme war es mir sehr wichtig, dass die grundsätzlichen Betriebsabläufe gut funktionieren, dann kann man darauf auch gut aufbauen“, so Sander. Eine Sache, auf die er unbedingt aufbauen wollte, ist das Thema Ausbildung. „Der vorige Inhaber hatte seiner Zeit nicht ausgebildet. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, stand für mich fest, dass wir einen Azubi brauchen, den man auf lange Sicht auch für den eigenen Betrieb heranzieht. Deswegen haben wir seit Anfang des Jahres einen Auszubildenden zum Kfz-Mechatroniker bei uns, mit dem es gut klappt“, freut sich Sander.

In den nächsten Monaten will der Unternehmer weiter an der Neuausrichtung und Modernisierung seines Betriebs arbeiten und in neue Ausrüstung, wie Kamerasysteme und Diagnosetools investieren, um sein Unternehmen noch besser für die Zukunft aufzustellen. Auch das Thema Weiterbildung für sein Personal hat der Chef von acht Mitarbeitern auf seiner Agenda. Damit jedoch auch das eigentliche Kerngeschäft des Kfz-Betriebs problemlos weiterlaufen kann, plant Sander einen Geschäftsführer einzustellen, um die anfallende Arbeit auf einen weiteren Kopf verteilen zu können.

„Eine Betriebsübernahme ist schon eine Herausforderung und eine einschneidende Entscheidung für die Zukunft“, resümiert Sander, „aber bereuen tue ich es nicht. Ich bin zufrieden, der Umsatz stimmt und wenn es weiterhin so gut läuft, kann ich in ein paar Jahren immer noch meinem Traum nachgehen und Oldtimer auf Kuba bauen“, sagt Christoph Sander mit einem Lachen. (18.05.2021)



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