Drei auf einen Streich: Mehr Kunsthandwerk war noch nie

Exquisites Kunsthandwerk und edles Design: wer darauf steht, der sollte im November und Dezember unbedingt die Handwerksform Hannover besuchen.

Hannover, 17. November 2017.- Mit der Christmas Edition 2017 beendet die Handwerksform Hannover das Ausstellungsjahr. Gezeigt werden die Arbeiten von 29 angewandten Künstlerinnen und Künstlern aus acht Werkbereichen. Exquisite und edle Objekte, Handwerkskunst vom feinsten. Aber damit nicht genug. Als Ausstellung in der Ausstellung präsentiert die Handwerksform Hannover in diesem Jahr zum zweiten Mal eine sog. Crafts. Collection. Niedersachsen. mit 24 ausgewählten Exponaten aus 19 niedersächsischen Werkstätten.

Und wir setzen noch ein Highlight oben drauf: Am ersten und zweiten Adventswochenende öffnen wir erneut den großen Kunsthandwerkermarkt mit 40 angewandten Künstlerinnen und Künstlern aus nah und fern, die ihre schönsten Objekte mit nach Hannover bringen.

Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Hier werden Sie auf jeden Fall fündig, wenn Sie Ihre Lieben zu Weihnachten mit einem besonderen, handgefertigten Objekt überraschen wollen.

Glas

Franca Tasch ist zum ersten Mal in der Handwerksform Hannover vertreten. Sie stellt aus Kristallglas Einzelobjekte und Kleinserien her. Dabei präferiert sie gradlinige, schlichte Formen, bei denen sie mit der Verschiebung des Schwerpunktes und mit starken Farbgebungen experimentiert. Gern arbeitet sie auch mit dem Gegensatz von heißem Glas und kaltem Metall.

Holz

Der im Allgäu lebende Künstler Christoph Finkel fertigt einzigartige skulpturale Schalen aus Holz. Es ist ein langer Weg, bis aus einem gefällten Baum eine fertige Schale wird. Finkel verwendet Holz von ausgesuchten Bäumen aus der heimischen Umgebung der Alpen, wo er lebt. Ihr Wuchs, ihre Geschichte und ihre Charakteristik interessieren ihn. Holz ist lebendig und veränderlich, es verformt sich und bildet Risse und nimmt somit seine eigene Gestalt an. Mit seiner speziell angefertigten Drechselbank verschiebt er die Grenzen des Möglichen, um eine perfekt geformte Schale aus einem rohen Holzblock zu gestalten. Das Resultat ist ein handgefertigtes, ausdrucksvolles Kunstwerk mit individuellem Charakter und zeitlosem Design. Ihm ist es wichtig, dass seine Objekte trotz des massiven Holzcharakters, Leichtigkeit und Transparenz vermitteln.

Der Tischler Frank Reichelt und der Grafik Designer Hannes Nordiek entwerfen und produzieren Satztische, die als Einzelstücke in Handarbeit gefertigt werden. Für das Gestell verwenden sie massive Eiche, die in traditioneller Handwerkskunst verleimt, geölt und überblattet wird. Ob als variable Couch- und Beistelltische, Nachtkonsolen oder Tablett-Tische: die innovativen, platzsparenden Satztische passen zu jedem Interieur und unterstreichen den eigenen, individuellen Wohnstil.

Richard Schillings hat sich durch seine hölzernen Behältnisse einen Namen gemacht. Es gibt vier verschiedenen Gruppen. In der ersten Gruppe sind die Objekte zusammengefasst, die aus gleichmäßig großen verleimten Quadern bestehen, bei denen nur das Hirnholz zu sehen ist. Zur zweiten Gruppe gehören die Behältnisse deren Flächen als einzelnen, unterschiedlich großen verleimten Stücken bestehen. Hier beträgt die Materialstärke etwa drei bis vier Millimeter. In der dritten Gruppe hat Richard Schillings Behältnisse in traditioneller Bauweise zusammengefasst,, die sich durch gezinkte Eckverbindungen und eingenutete Böden und Rückwände auszeichnen. Durch Mut zur Farbe und Mut zu anderen Oberflächen zeichnet sich die vierte Gruppe aus.

Keramik

Karin Babloks dünnwandige Porzellan-Gefäße, im Gasofen gebrannt bei 1280°, sind unverkennbar ihr Markenzeichen, Variationen zum Thema, ohne sich je zu wiederholen. Die Funktionalität spielt nur eine untergeordnete Rolle, auch wenn alle Arbeiten zweifellos Gefäße sind. Bablok zerschneidet die auf der Scheibe entstandenen rotationssymmetrischen Formen und setzt sie neu zusammen. Es entstehen Gefäße mit verschiedenen Gesichtern, mit Kanten, manchmal mit Kammern, die trotz ihrer Asymmetrie eine formale Klarheit und Strenge behalten, sich aber ihrer perspektivischen Erfassung auf den ersten Blick entziehen. Anschließend werden die so entstandenen Körper bemalt.

Wo Bablok klar, geometrisch und strukturiert ist, da ist Valerie Ceulemans verspielt. Sie lässt sich von der Natur, von Legenden und Mythen inspirieren und am Ende des Produktionsprozesses treten dabei Objekte zu Tage, die poetisch, erotisch oder sogar aggressiv sind. Emotion in Porzellan gegossen.

Sarah Pschorn opulente Porzellan- und Tongefäße sind absolut ungewöhnlich. Sie kombiniert Modernes mit vergangenen Epochen und Stilen. Historisch Bekanntes wird in ihren Arbeiten mit Persönlichem und Zeitgemäßen verknüpft. Das Gefäß wird zum Träger von Ideen und Gedanken, Materialien werden kombiniert, gestapelt, gegossen, gedrückt und zu ungewöhnlichen und eigenwilligen Objekten zusammengesetzt. Sarah Pschorn versteht ihr Schaffen als ein Plädoyer für das Süßliche, das Sentimentale, für das Spiel zwischen Heiterkeit und Schwermut, für das Verlieren in der Form - aber auch für die Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit.

Leder

Leder ist einzigartig und für Astrid Jansen viel mehr als nur ein Rohstoff. Bei ihren Taschen verbinden sich die Natürlichkeit des Leders mit einzigartigen Verbindungselementen, die am 3-D-Drucker entwickelt werden. Hochwertige Materialien, erstklassiges Design, innovative Funktionen und perfekte Handwerkskunst verbinden sich zu wahrer Taschenkunst.

Metall

Damaszenerstahl und Farbe sind die hervorstechenden Eigenschaften der Messer von David Kaiser. Jetzt hat er dieses Fertigungsprinzip in den Schmuckbereich übertragen. Wir freuen uns, dass wir in der Christmas Edition seine handgeschmiedeten Ringe erstmals vorstellen dürfen.

Schmuck

Der unkonventionelle Umgang mit Materialien ist kennzeichnend für den Schmuck von Anja Bette. Grundlegend ist immer eine architektonische Konstruktion. Sie kombiniert Perlen, gefärbtes Holz sowie Hohlkörper aus Edelmetallen und Edelsteinen zu einem spannungsreichen Ganzen.

Der unerschöpfliche Formen- und Farbenreichtum der Natur ist das zentrale Thema der Schmuckstücke von Dörte Dietrich. Kapseln und Kelche aus Wachs modelliert und in Silber gegossen oder aus Kupferblech getriebene, ziselierte und aus vielen Einzelteilen montierte organische Formen werden zu tragbaren Schmuckobjekten mit botanischen Charakter.

Sabine Lang steuert zur Christmas Edition Schmuckstücke bei, die auf die Technik des Sepiagusses zurückgehen. Welche Struktur sich genau auf das Schmuckstück überträgt kann man in Vorfeld nur bedingt planen. Jedes Schmuckstück ist ein Unikat. Die Strukturen ähneln dem Muster, den das Meer bei Ebbe im Sand hinterlässt. Die Sepiaschalen findet Sabine Lang am Strand der Nordsee. Auch das Sammeln der Muscheln gehört für Sie zum Schaffensprozess dazu. Am Strand findet sie die Ruhe, ihre Gedanken frei laufen zu lassen und neue Schmuckideen zu entwickeln.

Zu den Fotos

TeilnehmerInnen der Christmas Edition 2017:

Gerät:
Torsten Trautvetter, Sabine Zimmermann

Glas:
Franca Tasch

Holz:
Christoph Balsiger, Christoph Finkel, Hergen Garrelts, Armin Kolb., Frank Reichelt + Hanne Nordiek, Richard Schillings

Keramik:
Karin Bablok, Anna Badur, Valerie Ceulemans (BE), Silke Decker, Atsushi Kitahara, Sarah Pschorn, Elke Sada, Christina Salzwedel, Ulrike Sandner

Leder:
Astrid Jansen

Papier:
Heike Roesner

Metall:
David Kaiser

Schmuck:
Jutta Arndt, Anne Bader, Anja Bette, Dörte Dietrich, Susanne Gautzsch-Märzendorfer, Sabine Lang, Violetta Elisa Seliger, Eva Sörensen

 

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 17. November 2017, 20 Uhr

Begrüßung und Einführung in die Ausstellung
Dr. Sabine Wilp
Leiterin der Handwerksform Hannover

Öffnungszeiten:
Di - Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr
So, Mo und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen





Ansprechpartnerin für die Medien:

Dr. Sabine Wilp
Abteilungsleiterin Kommunikation + Veranstaltungsorganisation

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