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Jahresabrechnung zu hoch?

Hannover.- (ve) Das neue Jahr ist mittlerweile schon wieder in vollem Gange und damit flattern auch die ersten Rechnungen in den Briefkasten. Meist handelt es sich dabei um die Abrechnung des Energieanbieters über die bezogene Leistung aus dem Vorjahr. Die vielleicht erwartete Rückzahlung bleibt in der Regel aus und stattdessen muss eine Nachzahlung geleistet werden. „Dies liegt nicht immer nur an den seit Jahren steigenden Kosten für Strom, Gas und Öl, sondern kann auch Ursachen im Energieverbrauch des Betriebes selbst haben“, sagt Dr. Frank-Peter Ahlers, Leiter des Zentrums für Umweltschutz der Handwerkskammer Hannover.

Bei hohen Energiekosten lohne sich als erstes ein Check der Vertragskonditionen mit dem jeweiligen Anbieter, erklärt der Expert. Bei ungünstigen Vereinbarungen zu Tarifen, sollten Unternehmerinnen und Unternehmer zunächst das Gespräch mit dem Energieversorger suchen und nachverhandeln. Ansonsten sei ein Anbieterwechsel sinnvoll, um Energiekosten zu senken.

Doch auch der Umgang mit der bezogenen Energie kann einiges dazu beitragen die Jahresabrechnung zu senken. „Betriebe, die Unterstützung dabei brauchen, wie man den Verbrauch effektiv senken kann, können sich gerne an uns wenden“, so Ahlers. „Besonders am Jahresanfang ist eine Beratung sinnvoll, denn die individuellen Vor-Ort-Gespräche nehmen für die erste Bestandsaufnahme etwas Zeit in Anspruch“, erklärt Ahlers. Die Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen ist dann der zweite Schritt bis das Unternehmen schließlich von den positiven Spareffekten profitiert.

Ein von der „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ (MIE) entwickeltes Instrument hilft die Kosten auch unterjährig im Blick zu behalten. Das sogenannte „Energiebuch“ ist ein an die Bedürfnisse von Handwerksunternehmen angepasster, übersichtlich strukturierter Ordner. Darin sind alle Unterlagen im Zusammenhang mit dem Energieverbrauch eines Betriebs abgelegt. So können Verbräuche monatlich verfolgt und verglichen werden. Ungewöhnlich hohe Abweichungen werden so schneller festgestellt und der Unternehmer kann rechtzeitig gegensteuern. Das Energiebuch ist digital und in Papierform bei der Handwerkskammer Hannover erhältlich. „Betriebe haben mit dem Energiebuch nicht nur die Möglichkeit Geld zu sparen, sondern können gleichzeitig ihre Umweltbilanz verbessern - ein echter Mehrwert also, der zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit beiträgt“, so Ahlers. (13.03.2018)

Sie haben Interesse an einer Beratung und an dem Energiebuch oder möchten sich zum/r Gebäudeenergieberater/in weiterbilden? Dann melden Sie sich bei uns.

Kontakt:

Dr. Frank-Peter Ahlers
Abteilungsleiter Zentrum für Umweltschutz

Tel. (05 11) 3 48 59 - 97
Fax (05 11) 3 48 59 - 32
ahlers--at--hwk-hannover.de