Die Kurt-Alten-Stiftung zeichnet einen Meister und einen Gesellen für besondere Leistungen aus und vergibt drei Jahresstipendien.
Franz Fender
Die Kurt-Alten-Stiftung zeichnet einen Meister und einen Gesellen für besondere Leistungen aus und vergibt drei Jahresstipendien.

Kurt-Alten-Stiftung vergibt Preise an Zimmerer und Tischler

Über jeweils 5000 Euro dürfen sich Florian Weikert und Lauritz Küpker freuen. Außerdem wurden Stipendien verliehen.

Hannover, 12. Oktober 2021. Über jeweils 5000 Euro dürfen sich der Tischlermeister Florian Weikert und der Zimmergeselle Lauritz Küpker freuen. Denn sie haben in ihrer Prüfung hervorragende Leistung gezeigt und dafür den Förderpreis der Kurt-Alten-Stiftung erhalten.

Der Tischlermeister Florian Weikert aus Bad Nenndorf und Zimmer-Geselle Lauritz Küpker aus Twistringen dürfen sich über jeweils 5000 Euro freuen. Denn sie sind die Gewinner der Förderpreise der Kurt-Alten-Stiftung, die im Rahmen der Kammersiegerehrung der Handwerkskammer Hannover am Dienstag, 12. Oktober 2021, verliehen wurden. Damit honoriert die Stiftung jeweils eine hervorragende Meister- und eine Gesellenprüfung.

"Für mich ist es etwas ganz besonderes!"

„Ich konnte es nicht fassen, als ich die Nachricht erhalten habe“, sagt Florian Weikert, und fügt hinzu: „Für mich ist das etwas ganz Besonderes“. Der jetzige Tischlermeister hat als Meisterstück eine Bar entworfen und angefertigt. Eine Mischung aus rustikalem und modernem Stil, mit einer Platte aus Beton und viel Eiche. Dafür erhielt der 22-Jährige in der Praxis-Prüfung die Note zwei. Die gleiche Note schaffte er in der Theorie-Prüfung.

Dass sein Weg ins Handwerk ihm nicht nur in die Wiege gelegt, sondern bereits in den Genen angelegt war, merkt man daran, dass bereits sein Vater, Großvater und Urgroßvater gelernte Tischler und Zimmerermeister sind bzw. waren. „Es macht Spaß“, sagt Weikert, und bereut es kein Stück, diesen Weg eingeschlagen zu haben.

Alles begann in Stadthagen, wo er in der Tischlerei von Oheim seine Ausbildung begonnen hat. Das letzte halbe Jahr absolvierte der 22-Jährige im Familienbetrieb in Rodenberg, bei Weikert Holzbau. Dort ist der Tischlermeister bis heute und wird in naher Zukunft die Leitung der Tischlerei seines Vaters übernehmen.

Küpker setzt Familientradition fort

Bereits mit 15 Jahren war für den jetzigen Gesellen Lauritz Küpker klar, dass er den Beruf des Zimmerers erlernen will. Die Entscheidung fiel nach einem Zukunftstag in der Schule, an dem der heute 19-Jährige seinen Vater, der ebenfalls Zimmerer ist, begleitet hat. „Danach habe ich Praktika in mehreren Zimmererbetrieben in der Umgebung gemacht“, sagt Küpker.

Seine Ausbildung absolvierte er bei der Günter Wohlers Bauunternehmen GmbH & Co. KG in Ehrenburg. Dass er jetzt mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurde, hätte der Zimmer-Geselle aber nicht gedacht. „Ich war verwundert, dass es so gut geklappt hat“, sagt Küpker mit Blick auf seine Gesellenprüfung. Seine Bedenken begründet er mit der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Online-Unterricht, was nicht immer einfach war. Seine Prüfung schaffte der 19-Jährige mit 98 Punkten in der Praxis und 85,1 Punkten in der Theorie.

Drei Studierende im trialen Studium erhielten Jahresstipendien

Neben der Verleihung des Gesellen- und Meisterpreises vergab die Kurt-Alten-Stiftung Jahresstipendien an drei Studenten, die das triale Studium Handwerksmanagement (B. A.) in Hannover absolvieren. Sie haben im Rahmen ihres Studiums bereits den Abschluss „Geprüfter Fachmann/Geprüfte Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO)“ mit der Note gut oder besser geschafft und jede Klausur im ersten Durchgang bestanden.

Dafür erhalten der auszubildende Maler und Lackierer Sven Bokern aus Lohne, Nils Engelking, Dachdecker-Lehrling aus Wunstorf, und Jörn Hofmann aus Lehrte, der eine Ausbildung zum Tischler absolviert, für ein Jahr jeden Monat 300 Euro. „Als ich die Nachricht erhalten haben, war ich überwältigt und freue mich seitdem einfach nur noch“, sagt Engelking. „Für mich bedeutet das Erreichen einer solchen Auszeichnung, dass sich die vielen Stunden lernen, abseits des Berufsalltags, gelohnt haben“, fügt Bokern hinzu. Als weitere „Motivation für die bevorstehende arbeitsreiche Zeit im trialen Studium“, sieht es Hofmann.

Die Kurt-Alten-Stiftung ist eine private Stiftung, die 1996 von dem Wennigser Unternehmer Kurt Alten gegründet wurde. Seine Alten Gerätebau GmbH hatte sich zum europäischen Marktführer in der Verladetechnik an der Rampe entwickelt.

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