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BU Auch die Kundenzufriedenheit wollte das Unternehmen in Hinblick auf das Thema Digitalisierung verbessern. Seit einigen Monaten können Kunden deshalb ihr zukünftiges Haus in 3D-Ansicht mittels einer VR-Brille schon vor dem eigentlichen Baubeginn besichtigen.

"Mehr BIM statt bumm"

So lautet das Motto von der Johann Hollmann Hoch- und Tiefbau Grundwasserabsenkungen GmbH, die mithilfe der Zukunftswerkstatt Handwerk DIGITAL daran gearbeitet hat, Strukturen und Digitalisierungsprozesse im Betrieb zu optimieren.

Hannover.- (ve) Optimierte Strukturen, geregelte Abläufe, zufriedene Mitarbeiter und entlastete Chefs: das wünschen sich viele Handwerksbetriebe. Ein Betrieb, der sich diese Aufgaben ganz oben auf seine To-Do-Liste geschrieben hat, ist die Johann Hollmann Hoch- und Tiefbau Grundwasserabsenkungen GmbH aus Stuhr. Im letzten Jahr hat das Unternehmen deswegen an der Zukunftswerkstatt Handwerk DIGITAL bei der Handwerkskammer Hannover teilgenommen. „Um Strukturen und Abläufe überhaupt verbessern zu können, muss man erst einmal einen Ist-Zustand zusammenstellen. Dafür haben wir Prozesse beschrieben, Checklisten erstellt und Handlungsanweisungen festgelegt“, erklärt Geschäftsführer Lutz Hollmann. Auch das Thema Digitalisierung spielt in dem Betrieb, der sich als Generalunternehmer und Projektentwickler mit dem Bau von individuellen Einfamilienhäusern, Mehrgeschosswohnungen und Gewerbebauten beschäftigt, eine zentrale Rolle.

„Wir sind unter anderem mit dem großen Ziel für die Zukunft „mehr BIM statt bumm“ an den Start gegangen“, erklärt Lutz Hollmann seine Teilnahme an der Zukunftswerkstatt Handwerk DIGITAL. BIM steht dabei für „Building Information Modeling“, das in der Baubranche immer öfter als mögliche Antwort auf die aktuellen Herausforderungen genannt wird. „Mit BIM wird der gesamte Lebenszyklus eines Bauwerks digital erfasst. Vorteil ist, dass alle beteiligten Gewerke mit einem und demselben Entwurf arbeiten und so keine Wissenslücken entstehen“, erklärt der gelernte Maurer und Ökonom. Und was ist mit „bumm“? „Wir haben festgestellt, dass unklare Strukturen und digitale Intransparenz zu mehr Fehlern und Konflikten innerhalb des Teams führen – das haben wir als „bumm“ definiert und davon wollen wir in Zukunft auf jeden Fall weniger haben“, erläutert der Unternehmer mit einem Lächeln.

Doch um überhaupt mehr BIM statt bumm erreichen zu können, musste der Betrieb einige Veränderungen im Vorfeld umsetzen: So wurde beispielsweise während der 14-monatigen Laufzeit der Zukunftswerkstatt stark an der Verbesserung des Datenflusses innerhalb des Betriebs gearbeitet.  „Um optimal arbeiten zu können, war es uns wichtig, dass alle Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort für alle Beschäftigten abrufbar sind“, so Hollmann. Deshalb wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Baustellen mit Tablets ausgestattet, über welche seitdem die Kommunikation läuft. Zusätzlich hat der Handwerksbetrieb ein interaktives Whiteboard sowie ein eigenes Cloudsystem eingeführt. „Dadurch hat sich der Workflow und die Reaktionszeiten enorm verbessert und alle haben den gleichen Überblick über Dinge, die wichtig sind“, freut sich der 55-Jährige über den Erfolg.

Auch die Kundenzufriedenheit wollte das Unternehmen in Hinblick auf das Thema Digitalisierung verbessern. Seit einigen Monaten können Kunden deshalb ihr zukünftiges Haus in 3D-Ansicht mittels einer VR-Brille schon vor dem eigentlichen Baubeginn besichtigen.

Hollmann, der Chef eines insgesamt 20 Mann und Frau starken Teams ist, freut sich über den bisherigen Erfolg seines Betriebs, an dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gut mitgewirkt haben. „Die Zukunftswerkstatt hat uns sehr gut dabei geholfen, den richtigen Weg in Richtung Digitalisierung einzuschlagen und ich bin froh, dass wir teilgenommen haben. Sonst hätten wir mit Sicherheit das ein oder andere nicht so umsetzen können“, ist sich Hollmann sicher.

Obwohl der Betrieb schon viel erreicht hat, soll es mit der Optimierung von Abläufen und Strukturen weitergehen. So hat sich Hollmann für die Zukunft die Ziele gesetzt, weiter an der Einführung der digitalen Bauakte sowie der Nutzung von mehr Cloudlösungen zu arbeiten und den Einsatz von Videos zu Werbezwecken stärker in den Fokus zu nehmen. „Das Thema Digitalisierung ist ein ständiger Prozess, der uns noch eine ganze Weile beschäftigen wird“, weiß der Unternehmer, „aber ohne Herausforderungen wäre es ja auch langweilig.“ (26.04.2021)





Nächster Durchgang Zukunftswerkstatt Handwerk DIGITAL:

Der nächste Durchgang startet am 10. Juni 2021 (Laufzeit ca. 14 Monate). Es sind noch Plätze frei. Lassen Sie sich bei Interesse von uns beraten, ob die Zukunftswerkstatt auch Ihren Betrieb weiterbringen könnte.

Nutzen Sie dafür auch gerne unsere Kurz-Infos zu folgenden Terminen.

Ansprechpartnerin:

Benita von Steinaecker
Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT)

Tel. (0 51 31) 70 07 - 7 98
Fax (0 51 31) 70 07 - 2 80
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