FiF, Frauen, Führung, Mentoring, Mentorin
Handwerkskammer Hannover/Seeger
Vanessa Gluth (l.) erhofft sich einen vertrauensvollen Austausch mit Mentorin Anneke Bongert.

Austausch auf Augenhöhe

Mentoring im Projekt "FiF Erfolgsfaktor³": Anneke Bongert steht Teilnehmerin Vanessa Gluth als Sparringspartnerin zur Seite. Beide profitieren von den vielfältigen Impulsen.

Hannover.- (see) Der persönliche Austausch wird in jedem Fall im Mittelpunkt stehen. „Wie schaffe ich es, alles unter einen Hut zu bekommen?“ Das sei immer noch die Frage, die Frauen im Berufsleben am meisten umtreibe, sagt Silke Rothenburger, die als Mentorin im Projekt „FiF – Erfolgsfaktor³“ bereits zum dritten Mal dabei ist.  

Mentoring-Tandems zu bilden ist ein Baustein des Frauenförderprojekts „FiF – Frauen gehen im Handwerk in Führung“, das seit fünf Jahren rund 63 Teilnehmerinnen vernetzt, gecoacht und weitergebildet hat. Das Ziel dabei ist, dass die Mentorin ihr langjähriges Erfahrungswissen als Frau im Handwerk an die Teilnehmerin des Projekts weitergibt. „Die Mentorin kann der Mentee helfen, Chancen, Herausforderungen und Stolpersteine besser zu identifizieren und zu überwinden. Zusätzlich kann die Mentorin wertvolle Unterstützung, Feedback und Rat geben und durch den gemeinsamen Austausch selbst Impulse für die eigene Tätigkeit mitnehmen“, erklärt Projektleiterin Kirsten Höxter.

Offenheit und Vertrauen prägen das Frauennetzwerk

„Ich verspreche mir einen Austausch auf Augenhöhe, und habe in den letzten Jahren so viele neue Impulse durch FiF bekommen, dass ich in diesem Jahr wieder als Mentorin dabei bin“, berichtet Anneke Bongert, die bereits einmal als Mentorin und einmal als Teilnehmerin vom Frauennetzwerk profitiert hat. „Es ist einfach total hilfreich. Wenn eine von uns eine Frage hat, bekommt sie innerhalb kurzer Zeit viele Antworten und Ideen frei Haus geliefert – das ist einfach großartig“, sagt die Unternehmerin begeistert. Besonders schätzt sie die Offenheit und das Vertrauen der Frauen untereinander. „Alle sind bereit auch davon zu berichten, was nicht so gut läuft, und davon profitiert man ja am meisten“, sagt die 48-jährige Mentorin, die mit Teilnehmerin Vanessa Gluth ein Mentoringteam bildet.

„Ich fand es super interessant und mutig, dass Anneke ihre Selbständigkeit in diesem Jahr freiwillig aufgibt, und jetzt was völlig anderes machen will. Daher konnte ich sie mir als Mentorin gut vorstellen“, erläutert die 28-jährige Gluth. Das Tandem passt auch deshalb besonders gut zusammen, weil Gluth mit Hilfe von FiF in diesem Jahr entscheiden will, ob sie sich mittelfristig selbständig macht oder nicht. „Mittlerweile habe ich das entschieden, möchte es aber noch nicht verraten“, lächelt die angestellte SHK-Meisterin. „In jedem Fall hat FiF mich fachlich und persönlich sehr viel weitergebracht“. Und auch Anneke Bongert erhofft sich neue Impulse bei der Ideenfindung, wie es bei ihr weitergehen könnte.

Am 30. Juni 2022 endet der dritte Durchlauf von FiF. „Gerade beantragen wir eine vierte Projektrunde und hoffen für alle Frauen im Handwerk, dass es dann spätestens im Herbst neue Chancen für Frauen gibt, sich in diesem vielfältigen Wirtschaftszweig in Führung zu bringen“, betont Kirsten Höxter. (06.05.2022)

Ansprechpartnerin:

Kirsten Höxter
Mitarbeiterin Geschäftsbereich Projekte der Handwerkskammer Hannover Projekt- und Service GmbH

Tel. (0176) 34495146
Fax (05131) 70 07 - 750
hoexter--at--hwk-psg.de