Qualität in der Ausbildung Auszeichnung für engagierte Ausbildungsarbeit
Hannover/Hessisch Oldendorf.- (ck) Die Niedersächsische Auszeichnung für besonders verlässliche Ausbildung des Bündnisses duale Berufsausbildung würdigt Betriebe, die sich mit besonderem Engagement für ihren Fachkräftenachwuchs einsetzen. In diesem Jahr zeichnet das Niedersächsische Kultusministerium unter anderem Informations- & Elektrotechnik Sattler GmbH aus Hessisch Oldendorf aus. Die offizielle Preisverleihung fand am 21. Juli 2026 statt.
Geschäftsführer Sven Sattler blickte bei der Preisverleihung mit Stolz auf die Entwicklung des Unternehmens: „Was ich seit 2012 aufgebaut habe, kann ich heute zeigen – und darauf bin ich stolz.“ Der Erfolg des Unternehmens steht für Sattler auch stellvertretend für das Vertrauen in sein Team und die gemeinsame Arbeit der vergangenen Jahre. Besonders wichtig sei ihm, jungen Menschen Verantwortung zu übertragen: „Auf die Auszubildenden ist Verlass. Denn ich weiß immer, dass der Laden läuft.“
Verantwortung und Praxis von Anfang an
Der Betrieb verbindet eine hochwertige fachliche Ausbildung mit einem starken Praxisbezug und regionalem Engagement. Auszubildende werden frühzeitig in reale Projekte eingebunden – beispielsweise bei nachhaltigen Energiekonzepten mit Photovoltaik und Wärmepumpen – und erleben so, wie ihr Handwerk einen Mehrwert für die Region schafft. Gleichzeitig engagiert sich der Betrieb aktiv im Vereinsleben.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der schrittweisen Digitalisierung des Betriebs. Die Auszubildenden werden systematisch an digitale Arbeitsweisen herangeführt – von der handschriftlichen Dokumentation bis zur digitalen Prozessführung. Dabei bringen sie eigene Ideen ein und wirken an der Weiterentwicklung betrieblicher Abläufe mit. In der betriebseigenen Lagerhalle können sie neue Techniken unter realitätsnahen Bedingungen erproben und ihr Wissen unmittelbar in Kundenprojekten anwenden.
Ausbildung mit Weitblick
Neben der fachlichen Ausbildung spielt auch die Förderung gesellschaftlicher Verantwortung eine wichtige Rolle: Durch eine offene Gesprächskultur und die Beteiligung an Entscheidungsprozessen lernen die Auszubildenden, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Prozesse im Alltag zu erleben. So vermittelt der Betrieb nicht nur handwerkliche Kompetenzen, sondern bereitet seine Nachwuchskräfte auf ihre berufliche und gesellschaftliche Zukunft vor.
Wie die Ausbildung im Betrieb gelebt wird, beschreibt Auszubildender Marlon Rekate: „Ich habe gelernt, selbstständig zu arbeiten und wie man Projekte organisiert. Die Arbeit mit Photovoltaik und Wärmepumpen ist vielseitig und macht Spaß. Wenn man etwas noch nicht kann, lernt man es auf Lehrgängen oder direkt im Betrieb.“
Bei der Preisverleihung hob Ute Sandtvos, Vertreterin des Niedersächsischen Kultusministeriums, hervor, dass genau dieses Zusammenspiel aus Ausbildung, Digitalisierung und Demokratiebildung den Betrieb auszeichne: „Wir brauchen Ausbildungsbetriebe vor Ort, nicht nur in den Großstädten, sondern auch in der Nachbarschaft. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Demokratiebildung werden hier nicht nur thematisiert, sondern gelebt.“ (23.07.2026)
Hier finden weitere Informationen zum Bündnis Duale Berufsausbildung.