AMH

Berufliche Kompetenzen sichtbar machen

Hannover,- (see) Sie haben während Ihres Berufslebens  viele Kompetenzen erworben, die Sie nicht mit einem Zeugnis oder einem Zertifikat nachweisen können? Das kann sich bald ändern. Um ein Verfahren zur Feststellung von non-formalen und informellen Kompetenzen  zu entwickeln, arbeitet die Handwerkskammer Hannover seit November 2015 in dem bundesweiten Projekt „ValiKom“ (Abschlussbezogenen Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen) mit sieben weiteren Kammern zusammen. Weitere Projektpartner sind der Westdeutsche Handwerkskammertag sowie das Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk.

Vorteil: Mit Hilfe des Projektes können Menschen mit Berufserfahrung ihre, im Job und durch Weiterbildungen erworbenen, Kompetenzen zukünftig zertifizieren lassen. Davon profitieren nicht nur Personen ohne Berufsabschluss, sondern alle, die ihre Fähigkeiten nicht oder nur unzureichend über Abschlusszeugnisse oder anderen auf dem Arbeitsmarkt anerkannten Dokumente belegen können.

Das Verfahren beginnt mit der Beratung durch die Kammer. Dann ist der Interessent gefragt: Er beschreibt seine Kompetenzen, legt seinen Referenzberuf fest und reicht seine Unterlagen ein, um am Validierungsverfahren teilnehmen zu können. Natürlich unterstützt die Kammer den Interessenten bei all diesen Schritten. Die Antragsunterlagen werden von der Kammer ausgewertet. Es folgen ein Beratungsgespräch sowie praxisnahe Aufgaben, die durch fremde Berufsexpertinnen und –experten bewertet werden. Abhängig vom Ergebnis des Verfahrens stellt die Kammer ein Validierungszertifikat aus, das die volle bzw. teilweise Gleichwertigkeit mit dem Referenzberuf bescheinigt.

Das Verfahren soll während der dreijährigen Projektlaufzeit bundesweit mit 160 Personen erprobt werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden in einem praxisorientierten Handlungsleitfaden dokumentiert und innerhalb der Kammerorganisationen und der bildungspolitischen Fachöffentlichkeit verbreitet.

Derzeit sucht die Handwerkskammer Hannover nach Probanden für dieses Validierungsverfahren. Als Schwerpunktgewerke erprobt die Handwerkskammer Hannover die Berufe Fliesenleger/-in und Friseur/-in. Gesucht werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus diesen beiden Berufen mit einschlägiger Berufserfahrung, die keinen Berufsabschluss haben. Betriebsinhaberinnen und – inhaber, die entsprechende Personen bei sich beschäftigen, können sich gerne bei uns melden. Interessierte, die Berufserfahrung in anderen Berufen haben, können ebenfalls am Verfahren teilnehmen.

Weiterführende Informationen zu dem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt erhalten Sie auf der Webseite www.validierungsverfahren.de . (23.05.2017)

 Kontakt:

Katja Mikus
Leiterin Geschäftsbereich Projekte

Tel. (0 51 31) 70 07 - 231
Fax (0 51 31) 70 07 - 280
k.mikus--at--fbz-garbsen.de