Besucher des Civilia-Bildungstages in den Werkstätten auf dem Campus Handwerk.
Civilia Hannover e.V. c/o Tina Voß GmbH
Besuch der Werkstätten auf dem Campus Handwerk

Ausbildung und Fachkräftesicherung Bildung erleben, Zukunft gestalten

Hannover.- Wie gelingt der Übergang von der Schule in die Ausbildung? Welche Bedeutung hat das Handwerk für gesellschaftliche Integration und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Bildungstags des Civilia Common Purpose Programms, an dem Ende Januar 2026 insgesamt 36 Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft aus der Region Hannover teilnahmen. Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch auf dem Campus Handwerk der Handwerkskammer Hannover.

Nach einem Einblick in das schulische Bildungskonzept der IGS Gehrden am Vormittag führte der Nachmittag die Teilnehmenden nach Garbsen – an einen Ort, an dem berufliche Bildung praxisnah, modern und zukunftsorientiert gestaltet wird. In seinem Impulsvortrag ordnete Peter Karst, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, das Handwerk als unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor ein und betonte die hohe gesellschaftliche Relevanz der dualen Ausbildung. Gerade mit Blick auf Fachkräftesicherung und soziale Integration wurde deutlich, welche Verantwortung und Gestaltungskraft dem Handwerk heute zukommt.

Einen vertiefenden Blick auf das Thema Bildung eröffnete Dr. Carl-Michael Vogt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover. Er hob die Rolle der Handwerkskammer als Garantin für Qualität, Sicherheit und Verlässlichkeit im Bildungssystem hervor. Besonders betonte er die Bedeutung anschlussfähiger Bildungswege – vom Einstieg in die Ausbildung über die Orientierung im Arbeitsmarkt bis hin zu Weiterqualifizierungen.

Bildung wurde dabei nicht nur als Grundlage für beruflichen Erfolg verstanden, sondern als Schlüssel für Teilhabe und persönliche Entwicklung. Ein Anspruch, den die Handwerkskammer Hannover mit ihren vielfältigen Bildungsangeboten täglich einlöst. Ergänzt wurde dieser Impuls durch Benita von Steinaecker, Abteilungsleiterin Soziale Unternehmensentwicklung und Fachkräftezentrum bei der Handwerkskammer, die gemeinsam mit Expertinnen aus dem Team Nachwuchsgewinnung den Fokus auf Strategien zur Gewinnung junger Menschen für das Handwerk legte.

Als Vertreter der Handwerkskammer Hannover und Teilnehmer der Civilia-Netzwerkveranstaltungen 2025/2026 brachte zudem Dr. Matthias Lankau, Abteilungsleiter Ökonomische Unternehmensentwicklung, die Perspektive des Handwerks aktiv in den Dialog mit den Führungskräften ein. Der offene Austausch machte deutlich, wie wertvoll branchenübergreifende Netzwerke sind, um gemeinsam Lösungen für aktuelle Bildungs- und Arbeitsmarktfragen zu entwickeln.

Werkstattbesichtigungen, Gesprächsrunden mit Netzwerkteilnehmenden, Meisterinnen und Meistern sowie Auszubildenden und die Vorstellung regionaler Projekte zur Unterstützung bildungsschwächerer Menschen rundeten den Bildungstag ab.

Fazit: Der Civilia-Bildungstag zeigte eindrucksvoll, dass die Handwerkskammer Hannover weit mehr ist als eine Bildungsanbieterin – sie ist aktive Gestalterin von Zukunft: vernetzt, engagiert und nah an den Menschen. (30.01.2026)