Deutsch-Franz. Handwerkskammertreffen 2022
Handwerksammer Hannover

Deutsch-Französisches Handwerkskammertreffen

Hannover (ak). - Mitte Mai dieses Jahres fand in Nantes (Frankreich) das deutsch-französische Handwerkskammertreffen statt. Dabei haben die französischen Kammern unter Vorsitz ihres Präsidenten Jöel Fourny zusammen mit dem Deutschen Handwerkskammertag (DHKT) und Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) über die zentrale Rolle des Handwerks für die künftigen Modernisierungsprozesse in Frankreich und Deutschland –  sowie in Europa insgesamt.

Damit das Handwerk aktiv und unter den besten Bedingungen zum nachhaltigen Wachstum in Europa beitragen kann, fordern die deutschen und französischen Handwerkskammern in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem:

  • eine gezielte Unterstützung von nachhaltiger Innovation im Handwerk und deren Verbreitung sowie die Bereitstellung der damit verbundenen, dauerhaften finanziellen Mittel,
  • die Schaffung eines günstigen wirtschaftlichen Umfelds, um die digitale Transformation von Handwerksbetrieben zu fördern,
  • die Anerkennung der wichtigen Rolle von Handwerksbetrieben vorrangig in regionalen Versorgungsketten sowie
  • die Finanzierungen von Handwerksunternehmen über Banken zu ermöglichen.

 Hier finden Sie die gemeinsame Erklärung der deutschen und französischen Handwerkskammern.

"Die aktuelle wirtschaftliche und soziale Situation stellt die wirtschaftliche Entwicklung von Handwerksbetrieben vor große strukturelle und organisatorische Probleme. Es handelt sich um über die Grenzen unserer Länder hinausgehende Hürden. Nur gemeinsam können wir diese herausragende Leistung des Handwerks festigen und dessen Stellenwert im europäischen Wachstum sichern“, erklärt Präsident Fourny. Die Wettbewerbsfähigkeit von Handwerksbetrieben beruhe demnach in erster Linie auf den Kompetenzen ihrer qualifizierten Mitarbeiter. In vielen handwerklichen Berufen besteht allerdings ein großer Mangel an Arbeitskräften. Deswegen fordern CMA France und der ZDH gegenüber der französischen und deutschen Regierung, die berufliche Bildung als den zentralen Schlüssel zur Fachkräftesicherung zu stärken und weiter auszubauen.

 Ansprechpartnerin zu diesem Thema

Merla Prietz

Beauftragte für internationale Angelegenheiten und Partnerschaften, EU-Projekte

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