Kosmetikerin, Mandel,
Handwerkskammer Hannover/Christine Seeger
Anna Mandel in ihrem 140 Quadratmeter großen Studio in Ahlten bei Lehrte.

"Die Corona-Zeit hatte auch etwas Gutes!"

Kosmetikmeisterin Anna Mandel hat sieben Monate Lockdown überstanden, verzweifelte zwischendurch an der Politik und schaut jetzt dennoch zuversichtlich in die Zukunft.

Hannover.- (see) „Etwas Gutes hatte die Corona-Zeit für mich persönlich und auch für das Kosmetikerhandwerk insgesamt“, erzählt Anna Mandel rückblickend auf zwei außergewöhnliche Jahre. „Corona hat für mich eine mentale Auszeit gebracht und gezeigt, wie wichtig es ist, auch mal zur Ruhe zu kommen. Und in unserer Branche ist der Zusammenhalt der Kosmetikbetriebe sehr viel größer geworden“, erzählt Mandel im Mai 2022 nach zwei Jahren Corona-Pandemie mit insgesamt sieben Monaten Lockdown für die Kosmetikerinnen. „Nachdem die Kosmetiker-Innung Hannover 2019 gegründet worden war, haben wir die Corona-Zeit genutzt einen Landesverband ins Leben zu rufen, damit wir geschlossen und mit größerem Nachdruck unsere Interessen vertreten können.“

Engagiert für ihren Berufsstand

Im Landesverband des niedersächsischen Kosmetikerhandwerks hat Mandel dann auch gleich das Ehrenamt der Vizepräsidentin übernommen. „Unter den Corona-Beschränkungen hat unser Handwerk am meisten gelitten. Die Friseure durften beispielsweise früher wieder öffnen, obwohl wir einen viel höheren Hygienestandard haben. Wir fühlten uns von der Politik nicht gehört. Mit dem neuen Landesverband haben wir ein größeres Gewicht, um von der Politik wahrgenommen zu werden“, so Mandel.

Der Kosmetikmeisterin haben die große Unterstützung von Kundenseite und die erlaubte medizinisch notwendige Fußpflege über die insgesamt sieben Monate Lockdown hinweggeholfen. Viele ihrer Kolleginnen mussten allerdings in dieser Zeit aufgeben.

Für Mandel war Aufgeben keine Option

Sie kommt aus einer Familie mit lauter selbständigen Frauen. Ihre Großmutter war Immobilienmaklerin, ihre Mutter arbeitet als Hausverwalterin. Außerdem liebt sie ihren Beruf. „Mein Vorteil war, dass ich in den 13 Jahren meiner Selbständigkeit einige Rücklagen bilden konnte, die mich in den letzten beiden Jahren über Wasser gehalten haben“, erzählt die 31-Jährige. Ihr Spezialgebiet ist die Gesunderhaltung der Haut. Dabei legt sie besonderen Wert auf eine gute Beratung ihrer Kunden.

Die beiden Lockdowns hat Mandel genutzt, um den Betrieb digital voranzubringen. Sie schickt jetzt regelmäßig Newsletter an Ihre Kundinnen und hat WhatsApp Business für sich entdeckt. Mandel blickt wieder zuversichtlich in die Zukunft, auch wenn sich das Kundenverhalten wegen des Ukrainekrieges bereits ein wenig geändert habe. „Sie sind zurückhaltender und kaufen weniger“, so Mandel. Daher und auch wegen der steigenden Energiepreise musste sie die Preise erhöhen. Aber kein Kunde habe sich beschwert, allen sei klar, dass insbesondere die Kosmetikbranche nach der Corona-Zeit finanziell nichts mehr zuzusetzen habe.

Zusammenfassend sagt Mandel: „Ich habe die Pandemiezeit überstanden und bin eine Kämpferin, der ihr Beruf extrem Spaß macht. Daher bleibe ich dabei und werde mich auch in Zukunft für die Interessen des Berufsstandes einsetzen“. (30.05.2022)

Sie möchten sich im Kosmetikerhandwerk vernetzen?

Dann wenden Sie sich an:

Kosmetikerinnung Hannover
Joanna Stünkel-Gramm
Mail: gramm@kosmetikerinnung.de

oder

Landesverband des niedersächsischen Kosmetiker-Handwerks e.V
Anna Mandel
Tel. (0 51 32) 72 04