zukunftswerkstatt germerott
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Das Germerott-Team während eines Strategieworkshops bei der Zukunftswerkstatt Handwerk DIGITAL.

Digitale Bauakte spart Zeit und Geld

Mit Hilfe der Zukunftswerkstatt Handwerk DIGITAL ist es der Germerott Innenausbau GmbH & Co. KG gelungen seine Digitalisierung voranzutreiben.

Hannover.- (ve) „Wie digital sind wir eigentlich?“ Diese Frage stellte die Führungsrunde von Germerott 2018. Um in einigen Bereichen digitaler zu werden, hatte die Germerott Innenausbau GmbH & Co. KG aus Gehrden bereits viele Schritte in Angriff genommen. Aber reichte das aus? Bei genauerer Aufstellung der einzelnen Themen viel auf, dass im Gegensatz zu den Mitarbeitern im Büro, besonders die gewerblichen Mitarbeiter nicht richtig digital angebunden waren. Die Lösung des Problems: Eine digitale Bauakte.

„Wir haben viel recherchiert und uns einige Produkte und Anwendungen angesehen. Aber irgendwie passte alles eben nur teilweise zu dem, was wir brauchten“, erinnert sich Markus Koegel, der Teil des Führungsteams bei Germerott ist. Er wandte sich an die Handwerkskammer Hannover, um zu erfahren welche Angebote sein Betrieb in Sachen Digitalisierung in Anspruch nehmen konnte. Als er von der Zukunftswerkstatt Handwerk DIGITAL erfuhr, war für ihn klar, dass das der richtige Weg war. In verschiedenen Veranstaltungen und Workshops definierte er gemeinsam mit Kollegen aus dem gesamten Betrieb das Ziel: Innerhalb eines Jahres sollte die digitale Bauakte eingeführt werden.

„Natürlich lief auch nicht alles so reibungslos, wie wir es uns erhofft hatten“, gesteht Koegel, „denn solch eine Umstellung hat natürlich auch mit hohen Investitionen zu tun. Hinzu kam, dass unser Vorhaben sehr zeitintensiv war. Das alles musste schließlich neben dem laufenden Betrieb erarbeitet werden – eine echte Herausforderung“, erinnert sich der Bauingenieur.

„In der Testphase mit Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen, insbesondere Kollegen, die mit den neuen Systemen auf der Baustelle arbeiten sollen, haben wir auch bezüglich der Wünsche und Anforderungen der Mitarbeiter durch den direkten Austausch sehr viel dazugelernt und wussten nun genau, was diese benötigen“, sagt Koegel.

Und es hat geklappt: Ziemlich genau ein Jahr nachdem das Ziel gesteckt war, war die digitale Betriebsakte zu 100 Prozent eingeführt. Alle Mitarbeiter wurden mit dem nötigen Equipment ausgestattet und erhielten eine interne Schulung, um sich auch mit den neuen Abläufen vertraut zu machen. „Wir sind sehr froh, dass alles so geklappt hat, wie wir es uns gewünscht haben und alle Mitarbeiter genauso motiviert an die Sache rangegangen sind, wie wir. Die Rückmeldungen der Mitarbeiter sind durchweg positiv“, berichtet Markus Koegel. Zum einen, weil durch die Digitalisierung unnötige Fahrtwege wegfallen würden und gleichzeitig deutlich Papier eingespart werden könne.

14 Monate hat das Germerott-Team an der Zukunftswerkstatt Handwerk DIGITAL mitgearbeitet und es nicht bereut. „Ohne die Unterstützung und den Austausch mit den anderen Betrieben, wäre es uns mit Sicherheit viel schwerer gefallen. Ich kann nur jedem Unternehmen empfehlen, sich das Thema Digitalisierung vorzunehmen und an dem Angebot der Handwerkskammer teilzunehmen“, sagt Markus Koegel.

Für die Zukunft hat das Unternehmen schon weitere Pläne geschmiedet, um das Thema Digitalisierung im Betrieb voranzutreiben. Als nächstes steht die Buchhaltung auf dem Programm. Auch hier will der Handwerksbetrieb noch digitaler werden und seine bisherigen Systeme umstellen. „Die Digitalisierung ist ein Thema, das das Handwerk nicht mehr loslässt“, ist sich Koegel sicher „es ist ein Thema, an dem wir immer weiterarbeiten müssen, gemeinsam mit allen Mitarbeitern – und Spaß macht es auch noch.“ (26.01.2021)





Der nächste Infoabend für Zukunftswerkstatt Handwerk DIGITAL, Runde 19/2021 findet am 27. Januar 2021, 17 bis 19 Uhr (virtuell) statt

Der Start der nächsten Runde ist für den 10. Juni 2021 geplant. Laufzeit ca. 14 Monate.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier: www.hwk-hannover.de/zukunftswerkstatt

 Ansprechpartnerin:

Benita von Steinaecker
Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT)

Tel. +49 511 34859 798
Fax +49 511 34859 280
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