Corona Handwerk
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Finanzielle Unterstützung für Selbstständige und Unternehmen

+++Verlängerung der Überbrückungshilfe III Plus bis Jahresende+++Förderbedingungen werden weitgehend beibehalten+++Verlängert wird ebenfalls die Neustarthilfe Plus für von Corona-bedingten Umsatzeinbrüchen betroffene Soloselbstständige+++

Überbrückungshilfe III

  • Die Überbrückungshilfe III kann von Kleinen und mittelständische Unternehmen sowie Solo-Selbstständigen und Freiberuflern beantragt werden, die im Zeitraum 01.11.2020 bis zum 31.12.2021 Umsatzeinbußen von mindestens 30 % verzeichnen mussten.
  • Gefördert werden: Fixkosten – also insbesondere Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, Abschreibungen von mind. 30 % sowie weitere fortlaufende betriebliche Kosten. Der maximale Förderbetrag wurde in mehreren Stufen auf 1,5 Millionen Euro angehoben.
  • Die Förderung besteht aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen zu den Fixkosten. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach der Höhe des Umsatzeinbruches und beträgt neuerdings bis zu 100 % der Fixkosten für Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent.
  • Ergänzend kann ein Eigenkapitalzuschuss für Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 beantragt werden.
  • Betriebe, die bereits einen Antrag auf Überbrückungshilfe III gestellt haben und deren Fixkosten sich nachträglich erhöht haben, können seit 27. April 2021 Änderungsanträge stellen.
  • Der Handwerkskammerbeitrag nach § 113 Abs. 1 Handwerksordnung (HwO) gehört ebenfalls zu den förderfähigen betrieblichen Fixkosten für die Überbrückungshilfe III.
  • §  Anträge können bis zum 31. Dezember 2021 über sog. prüfende Dritte gestellt werden (z.B. Steuerberater). Die reguläre Auszahlung und Prüfung der Anträge erfolgt durch die Länder.

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Überbrückungshilfe III Plus

Da die Corona-bedingten Schließungen und Beschränkungen in einigen Branchen weiter andauern, wird die Überbrückungshilfe III für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. Dezember 2021 als Überbrückungshilfe III Plus verlängert.

Für Unternehmen, die mit Umsatzeinbußen von mindestens 30 % gegenüber den Vergleichsmonaten im Jahr 2019 rechnen, besteht demnächst die Möglichkeit, einen weiteren Fixkostenzuschuss für die Monate Oktober bis Dezember 2021 zu beantragen. Auch diese Antragstellung erfolgt durch sog. prüfende Dritte.

Die sogenannte Restart-Prämie, die innerhalb der Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli, August, September 2021 galt und mit der wir gezielt den Übergang vom Lockdown hin zur Wiederöffnung erleichtern wollten, hat ihren Zweck erfüllt. Sie läuft deshalb plangemäß im September aus. Der Eigenkapitalzuschuss, zur Substanzstärkung besonders stark und andauernd betroffener Unternehmen, wird auch über den September hinaus bis Dezember 2021 zur Verfügung stehen.

Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Steuerberater über die Möglichkeit einer ergänzenden Antragstellung.

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Neustarthilfe für Soloselbständige

Verlängert wird auch die Neustarthilfe Plus für Soloselbständige. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember können Soloselbstständige, deren Umsatz durch Corona weiter eingeschränkt ist, damit zusätzlich bis zu 4.500 Euro Unterstützung erhalten.

Sie können den Antrag über sog. prüfende Dritte oder als Direktantrag stellen. Für Kapitalgesellschaften ist die Antragstellung über sog. prüfende Dritte weiterhin verpflichtend. Der Direktantrag wird mittels ELSTER-Zertifikat direkt über ein Online-Tool auf der Plattform  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt.

Bitte beachten Sie, dass der Direktantrag auf Neustarthilfe nur einmal gestellt werden kann. Eine nachträgliche Änderung des Antrags nach dem Absenden ist erst in der Endabrechnung möglich.

Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u. ä. anzurechnen.

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Neustarthilfe Plus für Soloselbständige

Auch die Neustarthilfe wird als Neustarthilfe Plus ab 1. Juli bis zum 30. September 2021 fortgeführt und ebenfalls erhöht (max. 1500 Euro pro Monat). Auch in diesem Programm können Anträge gestellt werden, wenn Umsatzeinbußen von mindestens 30 % in einem dieser Monate zu erwarten sind.

Ab wann eine Antragstellung möglich sein wird, ist noch nicht bekannt.



Härtefallhilfen Niedersachsen

Die Härtefallhilfen richten sich an haupterwerbliche Unternehmen und Soloselbständige, die durch die Corona-Pandemie besonders hart getroffen wurden und für den Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 nicht antragsberechtigt für die bisherigen Corona-Hilfen (Novemberhilfe, Dezemberhilfe, Überbrückungshilfe II, Überbrückungshilfe III) sind bzw. waren (z. B. bei Neugründungen nach dem 31. Oktober 2020).

Über die Härtefallhilfen können zwischen 5.000 und 100.000 Euro auf Basis der nachgewiesenen Fixkosten gewährt werden. In Ausnahmefällen können auch höhere Beträge gewährt werden. Anträge können ab sofort online unter www.haertefallhilfen.de von einem prüfenden Dritten (z. B. Steuerberater*in, Wirtschaftsprüfer*in, Rechtsanwält*in) gestellt werden.

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Kurzarbeit

Unternehmen, die noch von wesentlichen Umsatzeinbußen durch die Pandemie betroffen sind, können noch bis zum 31. August 2021 bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit beantragen. Kurzarbeitergeld hilft, Ihrem Betrieb wertvolle Arbeitskräfte zu erhalten, auch wenn Ihre Beschäftigten vorübergehend zu wenig Arbeit haben. Für die Zeit der Kurzarbeit ersetzt es Ihnen einen Teil der Kosten des Entgelts für Ihre Beschäftigten. Außerdem werden Ihnen die Sozialversicherungsbeiträge abzüglich der Arbeitslosenversicherung pauschaliert zu 50 oder 100 % erstattet.

Antragsstellung möglich: über die zuständige Agentur für Arbeit. Diese prüft, ob die Voraussetzungen für die Leistung erfüllt sind. Zudem hat die Bundesagentur für Arbeit eine Hotline eingerichtet (0800 45555 20).

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Kredite und Darlehen

KfW- bzw. Niedersachsen-Schnellkredit

Der Schnellkredit wird sowohl von der KfW (Förderbank des Bundes) als auch von der NBank (Niedersachsen) angeboten und kann nur über die Hausbank beantragt werden. Gefördert werden kann alles, was für die unternehmerische Tätigkeit notwendig ist:

  • Anschaffungen wie Maschinen und Ausstattung (Investitionen)
  • Alle laufenden Kosten wie Miete, Gehälter oder Warenlager (Betriebsmittel)

Anträge können Unternehmen noch bis Ende 2021 stellen, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind.

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Bürgschaften

Sofern infolge der Corona-Krise zur Überbrückung Kredite notwendig werden, können die Bürgschaftsbanken einen Zugang zu Kreditfinanzierungen in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung grundsätzlich besichern.

Das Land Niedersachsen und die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) stehen betroffenen Unternehmen aus allen Branchen sowie Angehörigen freier Berufe und Träger sozialer, kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen mit Bürgschaften zur Seite.

Eine Antragsstellung ist nur möglich über die Hausbank.

Ansprechpartner: Lars Luther, Tel. 0511/33 70 5-0 und Carsten Bolle, Tel. 0511/33 70 5-0

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Grundsicherung

Mit der Grundsicherung des Job-Centers können Solo-Selbständige bei mangelnden Umsätzen Unterstützung zum Lebensunterhalt erhalten.

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation, wurde den Solo-Selbständigen der Zugang zur Grundsicherung bis zum 31. Dezember 2021 erleichtert. Hierunter zählt, dass die vorherige Vermögensprüfung für die nächsten 6 Monate ausgesetzt wird.

Übrigens: Für viele Angestellte im Handwerk kann die Grundsicherung eine Möglichkeit sein, das Kurzarbeitergeld aufzustocken.

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Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:

Dipl.-Ing. Dipl.-Oec. Dietmar Rokahr
Geschäftsführer

Tel. (05 11) 3 48 59 - 71
Fax (05 11) 3 48 59 - 32
rokahr--at--hwk-hannover.de

Farid Daniel Betet
Betriebsberater

Tel. (05 11) 3 48 59 - 42
Fax (05 11) 3 48 59 - 32
betet--at--hwk-hannover.de