Gut vorbereitet: Auf dem Campus Handwerk in Garbsen haben die vier teilnehmenden Betriebsteams der 18. Zukunftswerkstatt die 14 Monate noch einmal Revue passieren lassen.
Handwerkskammer Hannover Soeke Heykes
Gut vorbereitet: Auf dem Campus Handwerk in Garbsen haben die vier teilnehmenden Betriebsteams der 18. Zukunftswerkstatt die 14 Monate noch einmal Revue passieren lassen.

Mit der Zukunftswerkstatt zum sicheren Erfolg

Langfristige Veränderungsprozesse mit Hilfe der Teamcoaching-Prinzipien in Gang setzen. Das zeichnet die Zukunftswerkstatt aus, mit der Unternehmen erfolgreich in die Zukunft starten.

Hannover/Garbsen-. (shh) Der Schritt in eine erfolgreiche Zukunft sieht für jeden Handwerksbetrieb anders aus. Doch alleine muss dieser nicht gegangen werden. Denn die Handwerkskammer Hannover bietet genau dafür die Zukunftswerkstatt an. Am vergangenen Donnerstag endete auf dem Campus Handwerk in Garbsen die mittlerweile 18. Runde. Mit dabei waren vier Unternehmen, die ganz unterschiedliche Probleme hatten und nach insgesamt 14 Monaten mit Teamcoaching, Seminaren und Workshops ein klares Fazit ziehen.

Unternehmen auf die Zukunft vorbereiten

„Wir begleiten längerfristige Veränderungsprozesse“, erläutert Projektleiterin Benita von Steinaecker das Konzept. Dabei wird nach den Teamcoaching-Prinzipien gearbeitet. Das Benennen von Themen, das Gestalten von betriebsspezifischen Lösungen und die Identifikation, was das „Richtige“ ist, liegt in der Eigenverantwortung der Unternehmen. „Dafür erhalten die Betriebsteams von uns im Prozess die jeweils hilfreiche Begleitung“, erklärt die Projektleiterin das Vorgehen. Das können Seminarhinweise, Moderationen einer Teamsitzung, Einzelcoaching oder eine Projektbegleitung mit Experten zur Einführung neuer Technologien sein. „Nur auf diese Weise führt das zu wirklich nachhaltigen und im Arbeitsalltag dauerhaft umgesetzten Lösungen“, weiß von Steinaecker.

Daran beteiligen sich Handwerksbetriebe, die sich für die Zukunft aufstellen wollen und dabei merken, dass es irgendwo nicht so richtig funktionieren will. Oftmals sind es Themen, wie innerbetriebliche Struktur, Prozessabläufe, Digitalisierung oder Kommunikation. Um diese Probleme zu lösen, gibt es neben zahlreichen freiwilligen Seminaren zwei intensive Strategieworkshops. Wichtig dabei ist, dass die Mitarbeiter mit eingebunden werden müssen.

 „Wir haben uns Unterstützung erhofft“

Die Handwerksbetriebe der 18. Runde Zukunftswerkstatt beschäftigten sich vor allem mit dem Thema Digitalisierung. Sei es wegen fehlender Sichtbarkeit im Netz, Arbeitsprozessen, die wie eine Insel nicht mit anderen gekoppelt sind, oder einfach das Aufnehmen der Arbeitsstunden. So unterschiedlich die Schwierigkeiten der Handwerksbetriebe der 18. Runde waren, so identisch waren die Erwartungen: „Wir haben uns Unterstützung erhofft“, fasst es Petra Dammann von Dammann Bedachungen in Neustadt am Rübenberge stellvertretend für alle teilnehmenden Unternehmen kurz und knapp zusammen. Die Workshops waren dabei sehr hilfreich, wie die Unternehmerin schildert, weil so immer wieder vor Augen geführt wurde, was bereits erreicht wurde und was noch zu tun ist.

Den Geschäftsführern von Riera Elektrotechnik aus Hannover, Mathias Otto und José Miragaya Gonzalez, zeigte die Zukunftswerkstatt erst, was Digitalisierung alles bedeutet. „Digitalisierung ist ein großes Wort, wenn man sich im Detail damit beschäftigt“, sagt Otto, und weiter: „Man muss ein paar Schritte einhalten, um den Erfolg zu erzielen, den man auch erreichen möchte“. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen zuerst verstärkt mit ihren analogen Prozessen auseinandergesetzt, um dann den sicheren Weg in die Digitalisierung gehen zu können.

„Das Netzwerk ist der größte Benefit“

Dass sich die Unternehmen intensiv mit dem Angebot auseinandergesetzt haben, zeigt der Durchschnitt von rund einem Monat Arbeitszeit pro Betriebsteam. Dieser liegt bei ganzen 170 Stunden. Und hat sich das gelohnt? „Die Erwartungen an die Zukunftswerkstatt haben sich erfüllt“, sagt Michael Biesel, Geschäftsführer der gleichnamigen Tischlerei aus der Wedemark. Er ist vor allem überrascht, was sein Betrieb und die anderen in den vergangenen Monaten alles umgesetzt und erreicht haben.

Auch Otto zieht ein sehr positives Fazit: „Es gibt viele Experten, die einen unterstützen können. Das Netzwerk ist der größte Benefit, den die Zukunftswerkstatt mit sich bringt.“ Die Expertinnne und Experten, das sind Katharina Nixdorf von Mittelstand-Digital Zentrum Hannover, Stefan Voigt sowie Robert Kummer von Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Magdeburg, Walter Pirk von Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk und Uwe Brehl von „Digi-BIT“ unserer Handwerkskammer. Und Dammann fügt hinzu: „Es ist immer gut, als Firma und im Team auf dem Weg in die Zukunft einen Ort zu haben, wo man in Austausch mit anderen kommt. Das kann die Handwerkskammer Hannover und die Zukunftswerkstatt bieten.“

Ansprechpartnerin:

Benita von Steinaecker
Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT)

Tel. +49 511 34859 798
Fax +49 511 34859 280
vonsteinaecker--at--hwk-hannover.de

Weiteres:

Die nächsten Kurz-Info-Termine (online) zum Workshop finden am Dienstag, 08.02.2022, 16 bis 17 Uhr und Montag, 14.03.2022, 16 bis 17 Uhr statt.

Der nächste Starttermin der Zukunftswerkstatt ist am 08.06.2022.

Mehr Infos rund um die Zukunftswerkstatt finden Sie hier.