Vertreter des Handwerk und der Stadt Hannover sitzen an einem großen Tisch im Rathaus.
Handwerkskammer Hannover/Stefan Schiller
Der erste Spitzendialog zwischen dem hannoverschen Handwerk und der Landeshauptstadt Hannover fand im Rathaus statt.

Zukunftsplan HandwerkNeuer Spitzendialog stärkt Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover

Hannover.- (see) Vertreterinnen und Vertreter der Landeshauptstadt Hannover und des hannoverschen Handwerks sind erstmals zu einem gemeinsamen Spitzendialog zusammengekommen. Das neue Format soll die Umsetzung des vor einem Jahr vereinbarten Zukunftsplans Handwerk begleiten und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wirtschaft weiter stärken.

Für die Stadt nahmen rund um dem Oberbürgermeister Belit Onay und der Wirtschaftsdezernentin Anja Ritschel die gesamte Stadtspitze vertreten durch Dezernentinnen und Dezernenten teil.

Das Handwerk wurde durch Kreishandwerksmeister Kai-Uwe Henneberg, Vertreter der Kreishandwerkerschaft Hannover, und dem Präsidenten der Handwerkskammer Hannover, Thomas Gehre, repräsentiert sowie Vertretern des Geschäftsbereichs Nachhaltige Unternehmensentwicklung der Handwerkskammer Hannover.

Handwerk als starker Wirtschaftsfaktor

Mit mehr als 5.000 Betrieben in der Landeshauptstadt ist das Handwerk ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Unternehmen erwirtschaften jährlich rund 3,4 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigen mehr als 28.000 Menschen, darunter etwa 1.900 Auszubildende. Die Bedeutung des Handwerks für die Stadt ist offensichtlich: Es sichert die wohnortnahe Versorgung in allen Stadtteilen mit Waren und Dienstleistungen, schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze, generiert kommunale Steuereinnahmen und sorgt für regionale Wertschöpfung.

Gleichzeitig stehen viele Betriebe vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Rückläufige Aufträge, steigende Kosten und Fachkräftemangel machen verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit mit der Kommune wichtiger denn je.

Erwartungen des Handwerks

„Mit der Umsetzung des Zukunftsplans und dem jährlichen Spitzendialog verbinden wir die Erwartung, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Handwerk nachhaltig verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe gestärkt wird“, sagt Handwerkskammerpräsident Thomas Gehre. Politik müsse verlässliche politische Rahmenbedingungen schaffen, bürokratische Belastungen abbauen und gezielte Wachstums- und Investitionsimpulse setzen, damit das Handwerk seine zentrale Rolle für Wirtschaft, Beschäftigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt auch künftig erfüllen könne.

Zentrale Themen auf der Agenda

Im Mittelpunkt des Dialogs standen Fragen der Stadt- und Gewerbeflächenentwicklung, der Mobilität, der Digitalisierung sowie der Vergabe öffentlicher Aufträge. Auch die die Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten städtischer Unternehmen auf Handwerksmärkte wurden thematisiert.

Ziel ist es, die Interessen des Handwerks frühzeitig in Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubinden und gemeinsam praktikable Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.

Erwartungen an den Zukunftsplan

„Ich hoffe, dass dieser Auftakt eine Reihe von fruchtbaren Vereinbarungen und praktischen Ergebnissen nach sich zieht, die unsere Betriebe schon bald in ihrem Arbeitsalltag spüren“, sagt Kreishandwerksmeister Kai-Uwe Henneberg. „Eine positive Entwicklung unserer Stadt stärkt Ausbildung, Beschäftigung und Investitionen gleichermaßen.“

Der jährliche Spitzendialog soll künftig durch themenspezifische Arbeitsgruppen ergänzt werden und den Zukunftsplan Handwerk zu einem lebendigen Instrument der Zusammenarbeit machen. (08.06.2026)

Kontakt:

Dr. Matthias Lankau

Abteilungsleiter Ökonomische Unternehmensentwicklung

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