Vier junge Ausbildngsbotschafter stehen vor einer Schule.
Handwerkskammer Hannover/Christine Seeger
Ehrenamtlich unterwegs: Ausbildungsbotschafter gehen im Rahmen der Berufsorientierung in die Schulen des Kammerbezirks.

AusbildungsbotschafterNeues Logo, gleiche Mission: Für Ausbildung begeistern

Hannover.- (see) 11. Klasse, Elsa-Brandström Schule: 14 Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Abitur sitzen vier Auszubildenden im Handwerk gegenüber. Janina Rohde lernt Automobilkauffrau, Michelle Deppe Kauffrau für E-Commerce, Max Schumann will Konditor werden und Jakob Steinke macht eine Ausbildung zum Tischler. Janina und Michelle sind schon länger im Team der Ausbildungsbotschafter bei der BMW Niederlassung Hannover dabei. Die beiden jungen Männer sind das erste Mal dabei.

„Ich fand es mega!“

„Mein Chef hat mich gestern spontan gefragt, ob ich hier heute als Ausbildungsbotschafter auftreten möchte. Und klar, dann bin ich dabei“, sagt Konditorauszubildender Max Schumann. „Ich fand es mega“, ist danach sein Resümee. „Wir sind richtig mit den Schülern ins Gespräch gekommen. Sie haben viele Fragen gestellt, auch nach meinem persönlichen Werdegang, weil ich bereits eine Ausbildung zum Koch erfolgreich abgeschlossen habe“, zeigt sich der 23-Jährige begeistern von seinem Einsatz.

Für Jakob Steinke war es wichtig darauf hinzuweisen, dass es auch für Abiturienten interessant sein kann eine Ausbildung im Handwerk machen. „Wir sind eine moderne Tischlerei mit großen CNC-Maschinen, die programmiert und bedient werden müssen. Digitalisierung mit dem traditionellen Handwerk zu verbinden, das macht für mich den Reiz des Berufs aus“, erläutert der 22-jährige Abiturient.

Rund 50 Ausbildungsbotschafter im Einsatz

„Zurzeit haben wir rund 50 Ausbildungsbotschafter im Einsatz“, berichtet Anna Krippner, die für das Projekt zuständig ist. „Wir werden von den Schulen angefragt, meisten für den ersten Berufsorientierungsblock in der 9. Klasse. Wir versuchen dann Auszubildenden aus drei verschiedenen Gewerken mitzunehmen, die nach einer allgemeinen Einführung in Kleingruppen mit den Schülern auf Augenhöhe ins Gespräch kommen.“

Für die Betriebe ist der Aufwand gering. Wer seine Azubis als Ausbildungsbotschafter freistellt, macht damit in jedem Fall Werbung für den eigenen Betrieb als attraktiven Arbeitgeber. So verschafft sich der Betrieb einen Vorsprung vor anderen Unternehmen, die ebenfalls nach Nachwuchskräften suchen.

Aufruf an alle Ausbildungsbetriebe

Für das neue Jahr sucht die Handwerkskammer Hannover weitere Betriebe, die diese Chance nutzen wollen. Dazu startet demnächst ein Aufruf an die Betriebe, ihre Auszubildenden anzusprechen, ob sie das Ehrenamt des Ausbildungsbotschafters übernehmen möchten. Anna Krippner erläutert den Nutzen: „Neben der Werbung für das Handwerk und den eigenen Ausbildungsbetrieb stärken die Betriebe damit auch ihre Azubis. Sie üben, vor kleinen und großen Gruppen aufzutreten. Das hilft beispielsweise bei mündlichen Prüfungen und Kundengesprächen.“ (05.11.2026)

Kontakt:

Anna Krippner

Beraterin Nachwuchsgewinnung und Berufsorientierung im Handwerk

Tel. +49 511 34859 490

Fax +49 511 34859 432

a.krippner--at--hwk-hannover.de