Handwerkskammer Hannover
Die Geschäftsführer Thomas Keller, Lukas Kahle und Karl-Heinz Kahle (v.l.) vor den Unternehmensleitsätzen, die im Projekt NEXT Generation entwickelt wurden.

Nachhaltigkeit im HandwerkNEXT Generation: Projekt für nachhaltigen Teamspirit

Hannover.- (mk) Nachhaltigkeit wird im Autohaus Kahle GmbH & Co. KG aus Hannover großgeschrieben. Das Unternehmen hat neben ökologischen Nachhaltigkeitsprojekten wie der Ausstattung des Betriebs mit Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und einem Fernwärmesystem auch in die soziale Nachhaltigkeit investiert.

Mit dem Projekt NEXT Generation hat sich der Betrieb für die Unternehmenszukunft gut aufgestellt: Bestehende Arbeitsprozesse wurden hinterfragt und so umstrukturiert, dass dem Team hilfreiche Ressourcen zur Arbeitserleichterung zur Verfügung stehen. „Die neue Generation soll erfolgreich weiterarbeiten, da ist uns auch eine langfristige Bindung zu unserem Personal sehr wichtig“, sagt Geschäftsführer Thomas Keller. „Zudem sollte die Arbeit Spaß machen, damit wir fliegende Wechsel im Haus vermeiden können. Zu dieser Teamzufriedenheit gehört es auch, als Arbeitgeber den Arbeitsplatz mit entsprechenden Arbeitsmitteln auszustatten, damit das Team sich vollkommen auf die eigene Leistung konzentrieren kann.“

Mit der Digitalisierung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz sollen die Mitarbeitenden in ihrem Arbeitsalltag entlastet werden. Für einen sicheren Umgang mit neuen KI-Anwendungen durch die Mitarbeitenden sorgt das Autohaus mit entsprechenden Schulungen zu Fragen wie „Was darf ich mit KI eigentlich machen?“. Wärmepumpen sorgen im Sommer für ein angenehmes Raumklima, indem sie die Räumlichkeiten abkühlen.



Kontinuierliche Prozesse sichern Nachhaltigkeit

Auch mit Blick auf die zukünftige Betriebsübergabe von Inhaber Karl-Heinz Kahle an seinen Sohn Lukas Kahle, der bereits jetzt als Geschäftsführer im Unternehmen tätig ist, ist die nachhaltige Betriebsführung essenziell. „Durch unsere kontinuierlichen Umsetzungen im Bereich Nachhaltigkeit entsteht kein Investitionsstau“, erklärt Lukas Kahle. Das sorge für eine reibungslose Betriebsübergabe.

Zentrale Motivation für das Nachhaltigkeitsprojekt NEXT Generation sei die Frage gewesen, was das Team möchte und wie das Unternehmen attraktiv bleiben kann, sowohl am Markt als auch für die Kunden und Mitarbeitenden. Die herausgearbeitete Vision wurde dann in einem kleineren Projektkreis detaillierter ausgearbeitet und anschließend mit allen Mitarbeitenden in einer Roadshow geteilt und weiterentwickelt. Wichtige Begrifflichkeiten, die in dem Projekt herausgearbeitet wurden, haben mittlerweile Einzug in den alltäglichen Sprachgebrauch gefunden. Geht man durch den Betrieb, lassen sich auch hier immer wieder Bezüge zum Projekt anhand von Plakaten oder visuellen Markern finden. „So halten wir das Thema immer präsent“, sagt Thomas Keller.

Nicht zu unterschätzen bei der Einführung von Nachhaltigkeitsprojekten sei der zeitliche Mehraufwand. Anfangs setzten sich die Projektverantwortlichen über mehrere Tage zusammen, um das Projekt in Gang zu bringen. Später wurden wöchentliche Besprechungen neben dem Kerngeschäft eingeplant. Vom Projektstart bis zur offiziellen Bekanntgabe sind gut anderthalb Jahre vergangen.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt. „Nach außen hin sorgt das Projekt für ein gutes Image, was wir auch in Bewerbungsgesprächen immer wieder zurückgespiegelt bekommen“, erzählt Lukas Kahle. Intern sind die Veränderungen ebenfalls spürbar: „Der Zusammenhalt untereinander ist gewachsen und der Teamgedanke ist immer da“, freut sich Thomas Keller.



Einsparungen mit Motivierungseffekt

Im Bereich Energie werden sich die konkreten Auswirkungen erst noch zeigen, allerdings ist schon geplant, den Betrieb standortübergreifend aus nachhaltigen Energiequellen zu versorgen. Großes Einsparungspotenzial hat die Umstellung von einzelnen Druckern auf zentrale Drucker schon erfüllt. Solche Veränderungen motivierten das gesamte Team, sich Nachhaltigkeit bewusster zu machen, ist sich Karl-Heinz Kahle sicher.

„Wer sich nachhaltig aufstellen möchte, sollte sich die notwendige Zeit nehmen, denn Nachhaltigkeit ist immer ein Prozess, der am Leben gehalten werden muss, um zu funktionieren“, rät Thomas Keller. Ein wichtiger Bestandteil sei es zudem, die Mitarbeitenden im Prozess mitzunehmen. Hilfreich sei dabei die Bildung von einzelnen Kompetenzteams, die gemeinsam an einem Strang ziehen, denn nur so sei Veränderung möglich. (03.02.2026)

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Kontakt:

Dr. Frank-Peter Ahlers

Abteilungsleiter Ökologische Unternehmensentwicklung

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