Ralf Dolgner und Habib Rassoly (5.u.4.v.r.) führen durch den Schauraum in Mellendorf.
Seeger
Ralf Dolgner und Habib Rassoly (5.u.4.v.r.) führen durch den Schauraum in Mellendorf.

Vorbild für andere Geflüchtete

Mit Hilfe der Handwerkskammer Hannover fand Habib Rasooly eine Ausbildung im Handwerk. Jetzt erzählte er anderen Flüchtlingen, wie er das geschafft hat.

Hannover.- (see) Er diente als Role-Model für einen gelungen Einstieg in die berufliche Integration, und das nur gut zwei Jahre, nachdem er aus Afghanistan nach Deutschland geflohen ist. Zusammen mit seinem Chef Ralf Dolgner führte Habib Rahman Rasooly jetzt acht Flüchtlinge durch seinen SHK-Ausbildungsbetrieb und beantwortete alle Fragen zu seinem Beruf und wie er es geschafft hat, eine Lehrstelle im Handwerk zu bekommen.

„Rasooly ist einer der ersten Flüchtlinge, die mit Hilfe des  Integrationsprojekts Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA) von uns in die Ausbildung vermittelt wurden“, sagt Projektleiter Fred Luszick von der Handwerkskammer Hannover mit nicht wenig Stolz in der Stimme. „Daher konnte er den anderen jungen Geflüchteten aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Marokko gut vermitteln, dass auch sie es schaffen können, im Handwerk eine berufliche Heimat zu finden.“

Zehn junge Männer durchlaufen auf dem Campus Handwerk gerade das, von der Agentur für Arbeit geförderte, Programm „Perspektiven für junge Flüchtlinge (PerjuF)“. Sechs Monate lang bekommen sie Deutschunterricht und können sich in verschiedenen Werkstätten im Förderungs- und Bildungszentrum orientieren, welcher Beruf im Handwerk ihnen liegen könnte. Jetzt stehen sie kurz vor dem fünfwöchigen Praktikum, um in der Praxis zu testen, ob Handwerk tatsächlich das Richtige für sie ist.   

„Auch wir werden wieder einem Flüchtling durch das Praktikum bei uns die Chance geben, sich für einen Ausbildungsplatz im Sommer zu empfehlen“, erläutert Ralf Dogner, der in Mellendorf einen SHK-Betrieb leitet. „Wir unterstützen ihn und nehmen ihn gerne in unsere Betriebsfamilie auf, dafür erwarten wir aber auch Zuverlässigkeit, Engagement und den Willen, die Ausbildung unbedingt schaffen zu wollen.“

Im Anschluss an PerjuF können die Geflüchteten zur vertieften Berufsorientierung in das Programm „Berufsorientierung für Flüchtlinge - BOF“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) überwechseln. „Wir planen zurzeit die drei BOF-Monate und freuen uns auch noch über externe Bewerber“, so Luszick.

Das Erfolgsrezept für eine erfolgreiche Ausbildung im Handwerk gibt Rasooly den Besuchern am Ende noch mit auf den Weg: „Es ist sehr wichtig Fragen zu stellen, selber viel zu sprechen und zuhause weiter zu lernen, ansonsten ist es schwer in Deutschland eine Ausbildung im Handwerk zu schaffen.“ (16.03.2017)

Informationen und Anmeldung zu PerjuF und BOF:

Fred Luszick
Referent der Geschäftsbereichsleitung des Förderungs- und Bildungszentrums

Tel. (0 51 31) 70 07 - 7 71
Fax (0 51 31) 70 07 - 7 50
f.luszick--at--fbz-garbsen.de