Dirk Schartenberg
Privat
Dirk Schartenberg

Wie kommen Sie durch die Corona-Wochen?

Dirk Schartenberg von Schartenberg Friseur und Wellness berichtet, wie er die Krise meistert.

Hannover.- Die Herausforderungen für jeden einzelnen Handwerksbetrieb in Zeiten einer weltweiten Pandemie, auf die die Politik mit verschärften Restriktionen reagiert hat, sind sehr unterschiedlich. Die Friseursalons und Kosmetikstudios mussten schließen, in manchen Berufen fehlen bereits Material oder Maschinenteile und nicht wenige Kunden verschieben terminierte Aufträge aus Sorge vor Ansteckung. Einige Betriebe haben schon Kurzarbeit angemeldet, anderen Unternehmen fehlt Personal, weil Beschäftigte sich zuhause um ihre Kinder kümmern müssen oder zu einer Risikogruppe gehören.

Wir haben uns im Handwerk umgehört und stellen hier in der nächsten Zeit einige Handwerkerinnen und Handwerker vor, die berichten, wie sie durch die Krise kommen.



Dirk Schartenberg, Schartenberg Friseur und Wellness, Hannover

„Schon einige Zeit vor dem Shutdown hatten wir ca. 50 Prozent Termin-Stornierungen. Unsere Kunden waren einfach unsicher. Nachdem die Schließungen offiziell wurden, haben wir versucht zumindest den Online-Handel von Kosmetikprodukten weiter laufen zu lassen. Leider wird dieser so gut wie nicht angenommen. Derzeit trödeln alle vier Mitarbeiter und unser Lehrling ihre Überstunden ab – alle aber bei vollem Lohn. Kurzarbeit habe ich bei der Agentur für Arbeit angekündigt und auch mit meinen Mitarbeitern besprochen, nutze sie derzeit aber noch nicht. Eine gewisse Zeit kann ich die laufenden Kosten durch Rücklagen überbrücken. Sonst hätte ich in all den Jahren seit meiner Selbstständigkeit irgendetwas falsch gemacht. Vier Wochen gehen gerade noch, werden es mehr, wird es langsam heikel.

Deshalb habe ich prophylaktisch bei der NBank Fördermittel beantragt.  Wir wissen ja nicht genau, wie es weitergeht. Wir hoffen, dass wir so bald wie möglich mit den nötigen Schutzvorkehrungen arbeiten dürfen. Wir haben eine benachbarte Schneiderei beauftragt Mundschutze zu nähen. Auch im Betrieb werden wir bei Wiedereröffnung dann Desinfektionsmittel für uns und unsere Kunden am Eingang bereitstellen. Im Salon werden die Kunden mit dem nötigen Abstand platziert, sodass dort keine Ansteckungsgefahr entstehen kann.“





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Dipl.-Ing. Dipl.-Oec. Dietmar Rokahr
Geschäftsführer

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