Jannes Friedrichs (re.) und Holger Bremer (li.) in der Halle Ihres Betriebs nebeneinander stehend.
Handwerkskammer Hannover/Rösler
Mit ganzheitlichen Konzepten in Umwelt, Energie, Mitarbeitendenführung und Digitalisierung haben Jannes Friedrichs (re.) und Holger Bremer (li.) ihren Betrieb breit und sicher für die Zukunft aufgestellt.

Nachhaltigkeit im Handwerk„Wir hinterlassen einen grünen Fußabdruck“

Hannover.- (ve) In der modernen Halle des Metall- und Stahlbaubetriebs Bremer liegen tonnenschwere Stahlträger, die für eine Schulsporthalle in der Region gefertigt wurden. Ein mehrere Meter langer Kran schwebt darüber – bereit, die Ladung in weniger als einer halben Stunde auf den Lkw zu verladen. „Durch die Investition in einen neuen Kran können wir unsere Laster doppelt so schnell beladen wie zuvor“, erklärt Holger Bremer, Geschäftsführer des Bassumer Unternehmens. „Die kurzen Ladezeiten haben uns dabei geholfen, weitere Arbeitsabläufe anzupassen und zu optimieren. Es bleibt mehr Zeit, die für andere Dinge genutzt werden kann“, ergänzt der zweite Geschäftsführer Jannes Friedrichs, der 2019 in den Betrieb eingestiegen ist.

Doch Prozessoptimierung ist nur ein Punkt, an dem in den vergangenen Jahren bei der Bremer GmbH gearbeitet wurde. Gemeinsam hat das Geschäftsführerduo ihren Betrieb, der auf den Gewerbe- & Industriebau spezialisiert ist und unter anderem Reithallen, Tankstellen und Waschhallen baut, „gut und sicher für die Zukunft aufgestellt“, wie sie selbst sagen.



Energie und Digitalisierung im Blick

2025 hat das 2002 gegründete Unternehmen seinen neuen Firmenstandort in einem Gewerbegebiet in Bassum bezogen. Bei der Planung dafür stand für beide Chefs fest: „Wir wollen energieautark werden und einen grünen Fußabdruck hinterlassen“. In dem neuen Gebäude erfolgt jetzt beispielsweise die Raumwärmeversorgung über Wärmepumpen, auf dem Dach ist eine 385-kWp-Photovoltaikanlage installiert, zum Fuhrpark gehören inzwischen vier Elektrofahrzeuge, Regenwasser versickert auf dem Betriebsgelände über Mulden und Rigolen und alle Büros sind mit modernster Technik sowie höhenverstellbaren Schreibtischen ausgestattet.

Auch in Sachen Digitalisierung setzt der Betrieb auf Weiterentwicklung: „Wir wollen modern und attraktiv für unsere Mitarbeitenden und Kunden sein und haben deshalb das komplette Büro in allen Bereichen – von der Planung und Fertigung über die Auftragsbearbeitung bis zum Controlling – auf digital umgestellt. Nur wenige behördliche Dokumente halten uns noch davon ab, komplett papierfrei zu arbeiten“, scherzt Metallbauermeister und Schweißfachmann Holger Bremer. Auf der Webseite ist ein frei nutzbarer Hallenkonfigurator eingebunden, der den Aufwand für die Angebotserstellung reduziert. Derzeit ist außerdem eine betriebsinterne App in der Mache, mit der die Mitarbeitenden künftig über Tablets auf sämtliche Dokumente zugreifen können sollen.



Für ein gutes Miteinander

„Uns ist die Mitarbeiterzufriedenheit enorm wichtig. Daher schauen wir immer wieder gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden, wie wir Prozesse und Arbeitsabläufe vereinfachen und optimieren können“, betont der 32-jährige Jannes Friedrichs, der wie Bremer ebenfalls Metallbauermeister und Schweißfachmann ist. Im Unternehmen wird nach eigenen Angaben ein ausgeprägtes Miteinander gelebt, das den intensiven Austausch von Wissen fördert. Zudem bietet das Unternehmen unter anderem eine systematische Weiterbildungsplanung, übertarifliche Bezahlung, steuerfreie Einkaufsgutscheine, oder Bike-Leasing an.



Nachfolge geregelt

Und wo will ein Betrieb noch hin, der die Zukunft bereits in nachhaltige Bahnen gelenkt hat? „Mehr geht immer“ scherzen Bremer und Friedrichs. „Wir planen eine Dachterrasse auf unserer Halle mit Sitzgelegenheiten für Pausen, wollen unseren E-Fuhrpark weiter ausbauen und auf dem Parkplatz PV-Carports mit Glasmodulen und Wallboxen errichten.“ Auch für die Nachfolge ist intern bereits alles geregelt: Wenn der 57-jährige Holger Bremer in einigen Jahren in Rente geht, weiß Jannes Friedrichs durch die langjährige und gut vorbereitete Einarbeitung vom Seniorchef genau, wie er das Unternehmen sicher und zukunftsorientiert weiterführen kann. (27.01.2026)



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Dr. Frank-Peter Ahlers

Abteilungsleiter Ökologische Unternehmensentwicklung

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