Ina und Klaus Moorkamp: Eine hohe Leistungsbereitschaft ist ihnen in die Wiege gelegt, beide stammen aus Handwerkerhaushalten.
Nachhaltigkeit„Wir sind keine Ökofritzen!“
Hannover.- (see) „Einfach machen!“ lautet das Motto der Imagekampagne des deutschen Handwerks. Einfach machen ist auch die Lebensmaxime von Klaus und Ina Moorkamp. Das ist jedenfalls der Eindruck, wenn sie erzählen, wie sie ihren Betrieb übernommen und in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt haben.
Das Unternehmerehepaar setzt sich Ziele, packt an und nutzt pragmatisch jede Chance seinen Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikbetrieb erfolgreich und zukunftsfest zu machen. So war es auch beim Thema Nachhaltigkeit. „Wir sind keine Ökofritzen“, sagt Unternehmer Klaus Moorkamp. „Mich hat die innovative Technik der erneuerbaren Energien immer schon begeistert.“ Bereits 2002 errichteten sie die erste PV-Anlage im Landkreis Diepholz. Seitdem erweitern sie konsequent ihre Produktpalette im Bereich regenerativer Energietechnik – heute macht sie rund 80 Prozent des Umsatzes aus.
Innovative Produktpalette und offen für Digitalisierung
Und was sie ihren Kunden verkaufen, probieren sie erst einmal selbst aus. Die Energieversorgung ihres Firmenerweiterungsbaus kombiniert eine PV-Anlage mit einem 10 kW-Stromspeicher. Eine Wärmepumpe in Verbindung mit einer Betonkernaktivierung wird durch Holzöfen ergänzt.
Auch die Digitalisierung gehört zur nachhaltigen Unternehmensstrategie bei Pieper-Moorkamp. „Theoretisch könnten wir ein papierloses Unternehmen führen, nur die Baustellenakte gibt es noch auf Papier“, erläutert Ina Moorkamp, die für Finanzen und Personal zuständig ist. Jeder Mitarbeiter hat ein Tablet mit allem, was er für die Abarbeitung seines Auftrags benötigt. Auch die Bestellung von Teilen erfolgt online, direkt vom Mitarbeiter vor Ort.
Immer auf dem neuesten Stand zu sein, das ist ihr Anspruch. „Wir haben einen Betrieb aus der Steinzeit übernommen, im Jahr 2000 gab es noch nicht einmal einen Computer“, lacht die Unternehmerfrau. Um den Betrieb stetig weiterzuentwickeln, sei es nicht notwendig, dass sich die Chefs in allem am besten auskennen. Ina und Klaus Moorkamp ergänzen sich perfekt und haben vor allem Mitarbeitende, die ihre Spezialthemen engagiert und eigenständig vorantreiben.
Soziale Nachhaltigkeit wird oft unterschätzt
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit, der oft unterschätzt wird, ist eine positive Unternehmenskultur: Gibt es eine offene Kommunikation und einen vertrauensvollen Umgang? Wie wird auf die Wünsche der Mitarbeiter eingegangen, etwa in Bezug auf Work-Life-Balance?
„Wir legen großen Wert auf offenen Austausch, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung“, betont Klaus Moorkamp. „Wir haben klare Spielregeln, aber in allen Problemlagen bekommen unsere Leute von uns volle Rückendeckung.“ „Auch wer privat in Schwierigkeiten gerät, kann zu uns kommen,“, ergänzt Ina, „wir finden eine Lösung!“ Vierteljährliche „Meckerabende“ geben Raum für Kritik und Verbesserungsvorschläge.
Die Arbeit müsse gemacht werden, aber ansonsten genießen die Beschäftigten viele Freiheiten und Benefits - etwa ein absolut flexibles Arbeitszeitkonto und Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Der Erfolg ist offenkundig: Viele im Team arbeiten mittlerweile seit 20 Jahren zusammen.
Und was kommt als Nächstes?
„Wir wollen den Fuhrpark auf E-Mobilität umstellen“, sagt der 52jährige Betriebsinhaber. Bisher seien E-Autos zu teuer gewesen, mit den nun kommenden Steuervorteilen und Sonderabschreibungen passe nun auch die Wirtschaftlichkeit. Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen – genau dieses Kunststück haben sich die beiden Moorkamps auf die Fahne geschrieben. (16.02.2026)
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