Thomas (l.) und Lars Meindl (r.) freuen sich über ihre ausgezeichneten Gesellen Max Müller (2.v.l.) und Lars Nottmeier.
Kammersiegerehrung 2026Zwei Kammersieger auf einen Streich
Hannover.- (see) Wenn ein Handwerksbetrieb einen Kammersieger pro Jahr ausbildet, ist das bereits Grund zur Freude, wenn er gleich zwei außergewöhnliche technische Talente hervorbringt, ist das ein Grund ordentlich zu feiern.
Lars und Thomas Meindl, Geschäftsführer der gleichnamigen Fahrzeugbau GmbH in Hameln, ließen es sich also nicht nehmen gemeinsam mit ihren beiden Kammersiegern bei der Feierstunde im GOP dabeizusein und die besten Gesellinnen und Gesellen des Jahres zu würdigen. Ihre Auszubildenden, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker Lars Nottmeier und Kfz-Mechatroniker Max Müller, haben sich als Beste ihres Gewerks bei den Deutschen Meisterschaft im Handwerk im Kammerbezirk Hannover durchsetzen können.
Abwechslungsreicher Beruf motiviert
Mit einem ausgeprägten Interesse an Technik und großem Spaß am Schrauben war für Lars Nottmeyer der Weg ins Handwerk vorgezeichnet. So begann der 21-Jährige seine Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker bei der Meindl Fahrzeugbau GmbH in Hameln. In der Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik war er genau richtig. „Jeder Auftrag ist anders, daher ist der Beruf abwechslungsreich und spannend“, erzählt Nottmeier. Es waren insbesondere Aufbauten an Feuerwehrfahrzeugen, an denen er mitgearbeitet hat.
Seine Ausbildung hat er aufgrund seiner Fachhochschulreife um ein halbes Jahr verkürzt. Wie hat er es dennoch geschafft Bester seines Gewerks zu werden? „Angestrengt habe ich mich schon, aber nicht über Gebühr“, sagt Nottmeier. Jetzt geht es mit dem Lernen sofort weiter. Er studiert seit kurzem Maschinenbau an der Hochschule Hannover, weil er sich noch stärker auf die technische Entwicklung konzentrieren möchte. Wie es dann nach sieben Semestern weitergeht, lässt er erstmal auf sich zukommen.
Ausbildungsbedingungen sind optimal
Der zweite Kammersieger bekam seine exzellente Ausbildung ebenfalls im Ausbildungsbetrieb Meindl Fahrzeugbau, dessen Spezialgebiet innovative Aufbauten für Feuerwehr- sowie Kommunal- und Sonderfahrzeuge ist.
„Bei Meindl waren die Bedingungen wirklich optimal“, betont Max Müller, der die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker gemacht hat. „Man konnte in alle Bereiche hineinschnuppern, die Atmosphäre war familiär und locker.“ Der 22-Jährige trauert seiner Ausbildungszeit sogar etwas hinterher: „Die Ausbildung war ein schöner Abschnitt. Man hat immer etwas Sinnvolles getan.“
Jetzt studiert auch er Maschinenbau an der Hochschule Hannover und möchte sein Wissen in Konstruktionstechnik vertiefen. Ist er damit fürs Handwerk verloren? „Nein, ich kann mir gut vorstellen, nach dem Studium ins Handwerk zurückzugehen, vielleicht auch in meinen Ausbildungsbetrieb, wenn dort eine passende Stelle frei wird“, so Müller, der auch weiterhin bei Meindl jobbt und sich so etwas dazu verdient.
Gute Gemeinschaft und permanenter Austausch
Und was hat der Ausbildungsbetrieb zu den Bestleistungen seiner Azubis beigetragen? „Wir gehen auf jeden einzelnen Mitarbeiter ein. Auch die Azubis nehmen wir mit ihren Bedürfnissen ernst. Wenn etwas nicht passt, sprechen wir es sofort an“, erzählt Lars Meindl, einer der beiden Geschäftsführer. „Außerdem können unsere Azubis relativ schnell richtig mitarbeiten.“ Bei den Meindls wird auf eine gute Arbeitsatmosphäre geachtet. Pro Monat gibt es einen „Aufräumtag“, an dem nicht produktiv gearbeitet wird, sondern in Teams an internen Projekten, die sich die Mitarbeitenden selbst aussuchen. Wer viel in Personalpower investiere, bekomme auch viel zurück. „Wir haben durch die Bank motivierte, eigenverantwortliche Mitarbeitenden, auch aus dem Ausland“, berichtet Meindl stolz. (13.10.2026)
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