Digitalisierung Handwerk
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Umfrage mit 503 Betrieben Handwerk wird immer digitaler

Hannover.- (shh) Eine repräsentative Umfrage unter 503 Handwerksbetrieben in Deutschland die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) durchgeführt wurde, komme zum Ergebnis, dass die Digitalisierung immer stärker Einzug ins Handwerk finde.

Demnach würden bereits 68 Prozent aller deutschen Handwerksunternehmen digitale Technologien und Anwendungen nutzen. Vor zwei Jahren seien es mit 53 Prozent noch deutlich weniger, 2017 seien es nur 45 Prozent gewesen. Dabei hänge die Bedeutung der Digitalisierung auch mit der Corona-Pandemie zusammen, wie 56 Prozent aussagten. Fast genauso viele Betriebe (55 Prozent) sagen, dass die Digitalisierung ihre Existenz sichere.

Digitalisierung erleichtert tägliche Arbeit

ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte: „Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass der Einsatz in den vergangenen zwei Jahren enorm gestiegen ist.“ Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp ergänzt: „In Zeiten voller Auftragsbücher können digitale Tools und Anwendungen kleine wie große Unternehmen effektiv unterstützen und sie für die Zukunft stark machen.“

Die Nutzung digitaler Technologien und Anwendungen zahle sich dabei direkt auf die tägliche Arbeit der Handwerksbetriebe aus: 83 Prozent würden als größten Vorteil die Zeitersparnis sehen, 78 Prozent eine optimierte Lagerung und Logistik und 73 Prozent eine flexiblere Arbeitsorganisation. Eine höhere Sichtbarkeit bei der Kundschaft (71 Prozent) sowie körperliche Entlastung (60 Prozent) würden ebenfalls eine große Rolle spielen.

Kosten und IT-Sicherheit als größte Hürden

Doch es gebe auch Hürden. Darunter hohe Investitionskosten (71 Prozent), die Sorge um IT-Sicherheit (65 Prozent) sowie hohe Anforderungen an den Datenschutz (62 Prozent). Dahinter folgen eine unzureichende Internetversorgung (61 Prozent) und die Sorge um den Verlust von Datenhoheit (59 Prozent). Allerdings habe auch jeder dritte Handwerksbetrieb (37 Prozent) konkrete Probleme, die Digitalisierung insgesamt zu bewältigen. 81 Prozent würden viele Anwendungen für überdimensioniert für den Betrieb halten, 54 Prozent können sich viele Anwendungen nicht leisten.

Berater unterstützt bei Digitalisierung

ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte sagt dazu: „Es gibt gute Ansätze, beispielsweise die Förderprogramme ,go digital‘ und ,digital jetzt‘, die professionelle Beratungen, Mitarbeiterschulungen und die Implementierung von digitalen Technologien bezuschussen.“ Zugleich biete die Bundesregierung mit der Förderung des Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk (MDZH) eine konkrete Anlaufstelle, die praxisnahe Informations-, Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote für Handwerksbetriebe und KMU bereitstellt.

Daneben bietet die Handwerkskammer Hannover Unterstützung in Form von Herrn Uwe Brehl. Er ist Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT) – Digitalisierung und erster Ansprechpartner, wenn es um das Thema Digitalisierung im Handwerk geht. Sprechen Sie ihn auch gerne auf die Bundes- und Landesförderprogramme an. (26.07.2022)



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Ansprechpartner:

Uwe Brehl
Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT) - Digitalisierung

Tel. +49 511 34859 525
Fax +49 511 34859 432
brehl--at--hwk-hannover.de

Die gesamte PI zur Umfrage finden Sie hier zum Download: