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Meisterprüfung

Die Meisterprüfung ist die Voraussetzung für die Berechtigung zum selbstständigen Betrieb eines zulassungspflichtigen Handwerks und der Ausbildung von Lehrlingen. Daneben eröffnet sie aber auch beste Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg zur Führungskraft im Handwerk.

Die Bezeichnung "Meister" in Verbindung mit einem Handwerk darf nur führen, wer nach der Handwerksordnung die Meisterprüfung in diesem Handwerk bestanden hat. Der Meistertitel ist gesetzlich geschützt. Selbstverständlich gilt: Sie lernen nicht nur, um eine Prüfung zu bestehen sondern um sich im späteren Berufsleben zu bewähren - als Führungskraft in einem Betrieb, als selbstständige/r Unternehmer/in und als Ausbilder/in für einen qualifizierten Berufsnachwuchs.

Die Meisterprüfung gliedert sich folgendermaßen:

  • Teil I Praktische Prüfung
  • Teil II Prüfung der fachtheoretischen Kenntnisse
  • Teil III Prüfung der betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse
  • Teil IV Prüfung der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse

Wie funktioniert eine Meisterprüfung?

Jeder, der eine mit Erfolg abgelegte Gesellenprüfung oder eine entsprechende Abschlussprüfung nachweist, kann zur Meisterprüfung zugelassen werden. Die vier Teile der Meisterprüfung können in beliebiger Reihenfolge abgelegt werden.

Der Meisterprüfungsausschuss, der je nach Handwerk entweder vom Kultusministerium oder direkt von der Handwerkskammer berufen wird, spricht die Zulassung zur Prüfung sowie die Anerkennung erfolgreich abgelegter Prüfungsteile aus, bestimmt den Prüfungsort und die Prüfungszeit und gibt das Prüfungsergebnis bekannt.

Die Prüfungsabteilung der Handwerkskammer organisiert die Prüfung, fordert zur Prüfungs-anmeldung auf, nimmt die Anmeldeunterlagen entgegen und prüft sie auf Vollständigkeit, erledigt die Verwaltungsangelegenheiten und dokumentiert das Prüfungsgeschehen. Sie steht auch für alle Fragen zur Verfügung.

Die Prüfungsgebühr ist in den Kosten der Meistervorbereitungslehrgänge nicht enthalten. Die Gebühren für die Ablegung der Meisterprüfung betragen einheitlich für alle Handwerksberufe:

  • Teil I (gewerkespezifische Gebühren, siehe Download unten)
  • Teil II ab 300,00 Euro, zusätzliche Nebenkosten
  • Teil III ab 240,00 Euro, zusätzliche Nebenkosten
  • Teil IV ab 220,00 Euro, zusätzliche Nebenkosten

Für die praktische Prüfung (Teil I) fallen in der Regel zusätzliche Werkstattbenutzungs- und Materialkosten an. Diese werden gesondert in Rechnung gestellt. Bitte erkundigen Sie sich nach den voraussichtlichen Kosten.

Antrag auf Zulassung zur Meisterprüfung

Bitte füllen Sie den Antrag auf Zulassung zur Meisterprüfung vollständig aus, fügen eine beglaubigte Kopie Ihres Gesellenbriefes und eine einfache Kopie Ihres Personalausweises/Passes oder Ihrer Geburts- bzw. Heiratsurkunde bei und übersenden das Formular mitsamt Unterlagen unterschrieben an die Meisterprüfungsabteilung der Handwerkskammer Hannover.

Für den Fall, dass der von Ihnen angestrebte Meisterberuf von Ihrem Ausbildungsberuf abweicht, legen Sie bitte Nachweise zum Antrag hinzu, aus welchen hervorgeht, dass Sie im gewünschten Meisterberuf bereits tätig sind (mehrjährige, praktische Gesellentätigkeit in diesem Beruf).

Anrechnungen und Befreiungen

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, dass Sie von Teilen der Meisterprüfung befreit werden, z. B. werden Sie bei einer erfolgreich abgelegten Ausbildereignungsprüfung von Teil IV der Meisterprüfung befreit. Alle weiteren Anrechnungen und Befreiungen klären Sie mit uns am besten in einem persönlichen Gespräch.

Kontakt:
Anette Alberti
Petra Russanoff
Contanze Brietzke
Diana Heinrich
Lena Guder