steinmann, vollversammlung
Edelmann
Kammerpräsident Karl-Wilhelm Steinmann

Präsident begrüßt Diesel-Nachrüstung

Der Präsident der Handwerkskammer Hannover begrüßt die neuesten Entwicklungen in der Dieselfrage.

"Die Vereinbarung ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, der einerseits längst überfällig war, andererseits aber bei weitem noch nicht ausreicht. Positiv aus unserer Sicht ist es, dass die Einigung jetzt endlich die vom Handwerk lange geforderte Möglichkeit zur Nachrüstung dafür geeigneter Fahrzeuge schafft.

Ich begrüße es sehr, dass sich die Bundesregierung dazu entschieden hat, in belasteten Städten wie Hannover die Hardware-Nachrüstung der mittelschweren Nutzfahrzeuge mit bis zu 80 Prozent zu fördern. Allerdings erwarte ich, dass jetzt auch Lösungen für leichtere Fahrzeuge unter 2,8 Tonnen entwickelt werden, da diese Kleintransporter und Kombis mit Lkw- und Pkw-Zulassung den handwerklichen Fuhrpark stark prägen. Handwerker, die im Vertrauen auf eine normgemäße Zulassung bis in die jüngste Zeit ihre Firmenfahrzeuge gekauft haben, würden sonst durch enteignungsgleiche Fahrverbote faktisch für Fehler von Herstellern und Politik haftbar gemacht werden.

Die bislang vorgeschlagene Lösung, dass eine Pkw-Nachrüstung nur in den 14 der am meisten belasteten Städten ermöglicht werden soll (von denen keine in Niedersachsen liegt), ist nicht ausreichend. Um drohende Fahrverbote zu verhindern, kann man sich zwar zuerst auf besonders betroffene Ballungsräume konzentrieren. Dennoch müssen auch Dieselfahrer aus anderen Regionen die Möglichkeit für kostenlose Nachrüsten erhalten, die zum Beispiel in diesen stark belasteten Städten Aufträge erledigen müssen.

 Das Handwerk appelliert an alle Beteiligten – sowohl Autohersteller als auch an Nachrüster, an Bund, Länder, Kommunen und auch die Umweltverbände, nun gemeinsam mit den gewerblichen und privaten Verbrauchern schnell den Weg freizumachen, um die im Kompromiss vereinbarten Maßnahmen gemeinsam umzusetzen und die noch offenen Fragen in Sinne des Schutzes der Gesundheit und der Mobilität in unseren Städten zu lösen."